Dune hat geschrieben: Mi 11. Jul 2018, 07:15
...Diskussion an der Volksbühne in Berlin. War jemand da?
Der Regisseur hatte mich eingeladen, doch ich hatte keine Zeit.
Max, Dein Post ist mir die Nacht nicht aus dem Kopf gegangen.
Max hat geschrieben: Di 10. Jul 2018, 20:49
Wer gibt uns oder irgendwem das Recht zu entscheiden, wessen Geschichte die Allgemeinheit erfahren darf? Der Dokumentarfilmer, der Löwen liebt und sie positiv darstellen will der macht keine gute Arbeit, wenn er nur die kuscheligen Löwenbabys zeigt. Löwen jagen und fressen auch Gazellen,...
...
Irgendwo wäre es wohl wünschenswert, dass die Welt mehr löwenbabykuschelige Pädos zu sehen bekommt ... Aber es wäre verzerrt. Und auch die Pädos, die böse Fehler begangen haben, werden nicht gerecht portratiert durch die übliche Präsentation von „Pädophile = Monster“ ...
Wir haben jedes Recht, etwas zu zeigen, was in der allgemeinen Medienlandschaft unter-repräsentiert ist.
Wenn man Dein Beispiel mit dem Dokumentarfilmer aufgreift, so ist es tatsächlich verzerrt, nur die kuscheligen Löwenbabys zu zeigen und zu verschweigen, dass
unter gewissen Voraussetzungen ein Löwe auch zur "Bestie" werden kann. Also muss für einen objektiven Bericht auch diese Option eingebaut und gleichzeitig dargestellt werden, ob oder dass bei Vermeiden
dieser gewissen Voraussetzungen ein Löwe auch nach der Baby-Phase ein kuscheliges Tier sein kann.
Wenn es also das Ziel des Dokumentarfilmers ist, den Zuschauer zwar nicht den Respekt vor einem Löwen zu nehmen, wohl aber das Vorurteil, jeder Löwe sei eine blutrünstige Bestie, dann ist es durchaus kontraproduktiv, einen Film wie "Der Geist und die Dunkelheit" (wer den Film kennt?) zu zeigen, in welchem zwei menschenfressende Löwen mit blutverschmierten Mäulern Angst und Schrecken unter den Brückenbauern in Afrika verbreiten.
Danach zu erwarten, von den Zuschauern zu hören: "Ja, Löwen können ganz kuschelige Wesen sein...", ist mehr als nur blauäugig...
Max hat geschrieben: Di 10. Jul 2018, 20:49
... du sagst der Film würde nicht entstigmatisieren.
Machen wir doch bitte eine
objektive "Filmbesprechung"!
Ich habe dargelegt, warum m.M.n. dieser Film ohne nachgelagerte Gespräche das Stigma - also das Vorurteil in der Gesellschaft gegenüber Pädophilen - viel eher verstärkt.
Dabei meine ich dieses Vorurteil
Frank Denker hat geschrieben: Di 10. Jul 2018, 15:17
...über die "bedauernswerten Pädophilen, die zwar nichts für ihre Neigung können, die sich aber unbedingt Hilfe suchen sollten, damit sie lernen, dass Kinder keinen Sex mit ihnen wollen, die die Nähe von Kindern unbedingt meiden sollten, weil sie ja immer Sex mit ihnen wollen und deshalb Gefahr laufen, sich wegen dem "dauerhaften Verzicht auf Sexualität" nicht mehr unter Kontrolle halten zu können..."
Was in dem Film trägt Deiner Meinung nach dazu bei, genau dieses zu widerlegen?
Vielleicht kannst Du mir ja meinen Blick erweitern auf Dinge, die ich aufgrund
meines persönlichen Lebensweges in den letzten 17 Jahren seit meinem CI einfach nicht sehen kann?
(Auch wenn das jetzt so klingen mag, aber es ist in keinster Weise ironisch gemeint sondern mein voller Ernst!)
Gruß
Frank Denker