Gibt es hier jemanden, der Pädophil ist, sich aber gleichzeitig auch mit Asexualität auf irgendeine Weise in Verbindung bringt?
Bei mir ist es so, dass ich schon immer Schwierigkeiten habe, meine Sexualität zu verstehen. Ich habe ein Bedürfnis nach Nähe zu einem anderen erwachsenen Mann und führe daher auch eine solche Beziehung. Eigentlich wünsche ich mir aber nur eine emotionale, vertrauensvolle Verbindung und Zärtlichkeit (Kuscheln, Streicheln). Seinen Penis finde ich zwar irgendwie "interessant" aber Sex will ich trotzdem keinen.
Es ist auch so, dass ich glaube ich noch nie einen anderen erwachsenen Menschen gesehen habe und mir dachte: "Wow, die/den finde ich geil, mit der Person hätte ich gerne Sex!" oder mich irgendwie erregt gefühlt hätte.
Allerdings bin ich ein sehr fantasievoller Mensch. In meiner Jugend habe ich einen fiktiven Charakter erschaffen, für einen Roman - und habe mich sehr in ihn verliebt. Das hält bis heute ohne Unterbrechung

Über diese Dinge bewusst, habe ich irgendwann angefangen, mich als asexuell zu bezeichnen. Denn tatsächlich schließt asexualität nicht aus, dass man sexuelle Fantasien hat, Pornos schaut, onaniert etc. Asexualität bedeutet nur, dass man kein Verlangen danach hat mit einer anderen Person tatsächlich Sex zu haben.
Außerdem bin ich auch auf den begriff "fiktosexualität" gestoßen. Ich weiß, dass ist eine dieser abgefahrenen Randschubladen... aber mir hat sehr geholfen zu wissen, dass es noch andere gibt, die nur an Personen in ihrer Fantasie interessiert sind. Und dass "Fantasien haben" nicht bedeuten muss, dass man sich den Inhalt der Fantasie in echt wünscht. Sondern dass die Fantasie an sich genau das sein kann, was man sich wünscht.
Soweit so gut. Dann bin ich auf das thema Pädophilie gestoßen, ca vor einem Jahr. Und mir ist mal bewusst geworden, dass ich doch auch sexuelle Fantasien mit Kindern habe, tatsächlich sogar meistens (wenn ich onaniere). Ich konnte mich sogar in situationen erinnern, wo ich realen Kindern begegnet bin und merkte, dass sie etwas in mir auslösten "das nicht normal ist" und dass ich mich daher immer sehr bemüht habe "nicht hin zu sehen". Nur irgendwie habe ich mir über dieses Interesse an Kindern bis dato keine Gedanken gemacht.
Pädophil bin ich also auch.
Ich weiß aber nicht, ob Kinder in realen Begegnungen dieses "Verlangen nach sexuellen Handlungen" auslösen können, welches mir bei Erwachsenen völlig fehlt. Da ich bisher nicht viel mit Kindern zutun hatte und mich ja bemüht habe, solche Gefühle zu unterdrücken.
Das will ich in Zukunft herausfinden.
Außerdem habe ich mich auch nie in ein Kind verliebt auch, wie auch ohne wirklichen Kontakt...
Sollte ich auch in Begegnung mit realen Kindern kein Verlangen nach Sexualität mit diesen haben, dann bin ich wohl tatsächlich asexuell und pädophil.
Bisher habe ich aber den Eindruck, dass Kinder bei mir schon irgendwie mehr auslösen als erwachsene. Sollte ich tatsächlich sexuelles Verlangen nach realen sexuellen Handlungen entwickeln können... tja dann würde ich für mich sagen, dass ich kernpädophil bin.
Was sagt ihr? Eigentlich bedeutet Kernpädophilie ja, dass man überhaupt kein Interesse an Erwachsenen hat, bei mir ist aber zumindest das Interesse an diesem einen fiktiven Mann da.
Und was sagt ihr allgemein zum Thema Asexualiät in Verbindung mit Pädophilie?

Hat jemand Erfahrungen damit?