ungewöhnlicher Missbrauch in der Grundschule

Interessantes außerhalb des Forums
Benutzeravatar
Caspar Ibichei
Beiträge: 4411
Registriert: So 12. Feb 2017, 20:43
Wohnort: Deutschland

Re: ungewöhnlicher Missbrauch in der Grundschule

Beitrag von Caspar Ibichei » Do 6. Sep 2018, 18:35

Aiko hat geschrieben:
Do 6. Sep 2018, 17:46
Also warum sagt ihr dann ...
:lol:
Zidane hat geschrieben:
Do 6. Sep 2018, 17:39
... dass Kinder den Sexualakt der Erwachsenen sogar nachahmen.
Ist was anderes.
Georg, >60 ● Präferenz: wbl 8-12, mnl 6-10 caspar-ibichei@gmx.de
„Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.“ (Che Guevara)

Blende51
Beiträge: 78
Registriert: Mo 4. Jun 2018, 21:14

Beitrag von Blende51 » Do 6. Sep 2018, 18:41

Sex mit Kindern ist etwas fundamental anderes als Sex zwischen Kindern.
Stichworte wäre "Machtgefälle" und "Entwicklung der Sexualität wärend der Pubertät"

Benutzeravatar
inte
Beiträge: 617
Registriert: Mo 20. Nov 2017, 02:22
Wohnort: Nord-Deutschland

Beitrag von inte » Do 6. Sep 2018, 21:33

Zu Zidanes Beitrag, kommt mir auch gerade noch ein ergänzender Gedanke:

In früheren Jahrhunderten, zu Zeiten, wo die meisten noch als Bauernvolk gelebt haben, wo Kinder quasi, noch keine Kinder waren, sondern einfach nur kleine jüngere Mitmenschen, wo es noch Einraum-Wohnungen gab, unten, und / oder neben an lebte das Vieh und darüber der Mensch, damit es im Winter warm in der Hütte war, gehörte es zum Alltag eines jedem Kindes, das es bei der Zeugung eines jüngeren Geschwisterchen, live mit dabei war, sofern es nicht während dessen bereits geschlafen hat. Da wurde sich zur damaligen Zeit kein Kopf drum gemacht, es war einfach eine natürliche Angelegenheit. Heute würde es u.U. wohl unter sexuellen Missbrauch fallen, wenn Eltern ihren Kindern so etwas bewusst darbieten würden.
Woraus man mit höherer Wahrscheinlichkeit auch schlussfolgern kann, dass Kinder im damaligen Zeitalter, mit ihren von der Natur gegebenen anatomisch angelten Grundlagen, natürlicher, offener umgegangen sind, auch die Erwachsenen, haben ein solches "Treiben" eher belächelt und sich darüber amüsiert, im Gegensatz zur heutigen Zeit, wo so etwas undenkbar geworden ist.

Eventuell, wäre es mal an der Zeit, das der heutige „zivilisierte“ (westliche Wohlstands-) Mensch, anfängt nach zu denken, warum und was die letzten Jahrhunderte aus dem Ruder gelaufen sein könnte. Da finden sich evtl. auch die heutigen sexuellen Gewaltexzesse wieder.

Oder möchte mir jemand, zu meinen obrigen Ausführungen vehement widersprechen?
Zuletzt geändert von inte am Do 6. Sep 2018, 21:44, insgesamt 3-mal geändert.

maestus
Beiträge: 85
Registriert: Mo 30. Jul 2018, 17:26

Beitrag von maestus » Do 6. Sep 2018, 21:36

Loneliness hat geschrieben:
Do 6. Sep 2018, 16:30
Unsere Asylpolitik macht genau hier was falsch. Diese Menschen brauchen fast immer medizinische und psychologisch Betreuung. Diese geben wir ihnen aber nicht. Ich finde da muss sich was ändern.
Genau das meine ich auch. Der Anteil an gefährlichen, weil eben durch Gewalt, Missbrauch, Krieg traumatisierten Kindern ist sicher höher als unter deutschen Kindern. Deshalb müsste besser auf diese geschaut werden und gerade der Täter hier war bereits auffällig. Aber was wird getan? Nichts. Man kann nicht immer alles verhindern, das ist klar. Aber man kann auch nicht einfach fahrlässig Kinder und andere Menschen gefährden.

maestus
Beiträge: 85
Registriert: Mo 30. Jul 2018, 17:26

Beitrag von maestus » Do 6. Sep 2018, 21:52

Blende51 hat geschrieben:
Do 6. Sep 2018, 18:41
Sex mit Kindern ist etwas fundamental anderes als Sex zwischen Kindern.
Stichworte wäre "Machtgefälle" und "Entwicklung der Sexualität wärend der Pubertät"
Aber auf Intes vorigen Beitrag bezogen, könnte man auch sagen, dass der GV auch von der Natur her durchaus möglich ist, wenn er zwischen Erwachsenen und Kindern stattfindet (zumindest dann, wenn die Kinder nicht mehr ganz klein sind). Oder habe ich das falsch verstanden?

Aber Sex unter Kindern und Sex zwischen Erwachsenen und Kindern sind in der Tat zwei völlig verschiedene Paar Schuhe...

Wenn wir das Ganze mal nur auf Sex zwischen Kindern beziehen, würde die Argumentation jedenfalls darauf hinauslaufen, dass Sex zwischen Kindern eigentlich normal und natürlich wäre, nur "wir" das durch Zivilisation usw. abgeschafft haben. Das heißt, der Versuch, eine allzu frühe Sexualerziehung zu verhindern oder allzu frühe sexuelle Handlungen zwischen Kindern zu verbieten, wäre gegen die Natur...

Bitte beachtet den Konjunktiv, ich weiß im Moment selber nicht genau, was ich dazu meinen soll.

Benutzeravatar
Calimero
Beiträge: 158
Registriert: Fr 31. Aug 2018, 22:00

Beitrag von Calimero » Do 6. Sep 2018, 21:59

inte hat geschrieben:
Do 6. Sep 2018, 21:33
Oder möchte mir jemand, zu meinen obrigen Ausführungen vehement widersprechen?
Ja möchte ich. :) Und zwar aus historischer Sicht. Wir hatten in früheren Jahrhunderten eine extrem pietistisch-religiöse und eher sexualfeindliche Sicht auf die Dinge. Das bezieht sich gerade auch auf die sehr gläubige Landbevölkerung. Masturbation, Sex ausserhalb der Ehe... waren nicht nur geächteter als heute, sondern wurden auch teilweise (drakonisch) bestraft. Wir haben manchmal eine leicht romantische Sicht auf die Dinge was die Menschen damals alles getan haben. Vor allem aber waren sie zur Keuschheit angehalten. Mit unsereins (Pädophilie) wurde seinerzeit zumeist sehr kurzer Prozess gemacht. Keine Gnade. Das gibt so ein wenig die Realität der vergangenen Jahrhunderte wieder. ;)

Benutzeravatar
inte
Beiträge: 617
Registriert: Mo 20. Nov 2017, 02:22
Wohnort: Nord-Deutschland

Beitrag von inte » Do 6. Sep 2018, 22:11

maestus hat geschrieben:
Do 6. Sep 2018, 21:52
Aber auf Intes vorigen Beitrag bezogen, könnte man auch sagen, dass der GV auch von der Natur her durchaus möglich ist, wenn er zwischen Erwachsenen und Kindern stattfindet (zumindest dann, wenn die Kinder nicht mehr ganz klein sind). Oder habe ich das falsch verstanden?
Aus dem Blickwinkel betrachtet, ist das richtig, doch kommt dann wieder nachfolgendes Zitat zum tragen:
inte hat geschrieben:
Do 6. Sep 2018, 13:39
daher sind es in der heutigen Zeit (aufgrund seiner ebenfalls gegebenen exklusiven Hirntätigkeit, vom Mensch "hausgemachte") andere Faktoren, die dagegen sprechen
Und daraus folgt wiederum dein Zitat:
Aber Sex unter Kindern und Sex zwischen Erwachsenen und Kindern sind in der Tat zwei völlig verschiedene Paar Schuhe...
Die ja aus der exklusiven Hirntätigkeit abgeleitet, ihre Berechtigung / Bewandnis haben können.
Wenn wir das Ganze mal nur auf Sex zwischen Kindern beziehen, würde die Argumentation jedenfalls darauf hinauslaufen, dass Sex zwischen Kindern eigentlich normal und natürlich wäre, nur "wir" das durch Zivilisation usw. abgeschafft haben. Das heißt, der Versuch, eine allzu frühe Sexualerziehung zu verhindern oder allzu frühe sexuelle Handlungen zwischen Kindern zu verbieten, wäre gegen die Natur...
Und das steht im Bezug zu meinem letzten Beitrag, den ich um 21:33 Uhr geschrieben habe.
Zuletzt geändert von inte am Do 6. Sep 2018, 23:27, insgesamt 3-mal geändert.

Benutzeravatar
inte
Beiträge: 617
Registriert: Mo 20. Nov 2017, 02:22
Wohnort: Nord-Deutschland

Beitrag von inte » Do 6. Sep 2018, 22:20

@Calimero

Das ist mir wohl bewusst gewesen, was die Geschichte angeht, doch habe ich den kirchlichen gesetzgebenden Einfluss von damals absichtlich (evtl. naiv) etwas ausgeklammert und es mehr auf den familiäreren Kreis einer Sippe beziehen wollen. Auch und gerade im damaligen Zeitalter, war das sogenannte "Dunkelfeld" (nicht nur auf Sexualität bezogen), im versperrten Kämmerlein, nicht unerheblich und weniger romantisch.

Doch vielleicht, haben wir ja noch einen Historiker in der Runde, der mir meinen Text gleich richtig zerpflückt und um die Ohren haut ...

Benutzeravatar
Zidane
Beiträge: 2901
Registriert: So 13. Mai 2018, 14:27
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Zidane » Fr 7. Sep 2018, 10:46

Calimero hat geschrieben:
Do 6. Sep 2018, 21:59
Wir hatten in früheren Jahrhunderten eine extrem pietistisch-religiöse und eher sexualfeindliche Sicht auf die Dinge.
Ja in Klostern! Aber was in den Behausungen ablief, waren verschiedene Paar Schuhe.

Und dies ging auch einher mit der Wertung der Kinder! Wie @Inte schon andeutete, gab es vor der Industrialisierung quasi keine Kindheit! Es wurden Menschen geboren, die sobald sie laufen konnten, im Haus und Hof mitarbeiten mussten. Und umso mehr Kinder ich gezeugt habe, wurde trotz der hohen Kindersterblichkeit, die es damals gab, mein Alter gesichert! Es gab keine Kindheit, und damit gab es keine Gedanken dazu!

Was die Kirche aufzeigte, war die Tatsache, dass man glaubte, dass in Kindern der Teufel steckt, der mit aller Macht ausgetrieben werden musste!
Bibelspruch 23,13 hat geschrieben:"Lass nicht ab, den Knaben zu züchtigen; denn wenn du ihn mit der Rute schlägst, so wird er sein Leben behalten."
Martin Luther hat geschrieben:"Ein toter Sohn ist besser als ein ungezogener."
Alles andere interessierte nicht. Mit der Industrialisierung kamen dann auch Kinderheime auf. Aber damals waren es eher Vermittlungsstellen arbeitender Kleinsklaven an gut situierte Kunden! Was sich zum Teil bis in den 60'ern hielt. Arbeit waren wichtiger als Erziehung und Bildung! Erst dann kehrte sich langsam das Bild, so dass heute die Bildung und Erziehung im Vordergrund stehen. Man möge sich mal Erziehungsratschläge eines Friedrich Fröbel, Johann Heinrich Pestalozzi, Moritz Schreber anschauen, die Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Ratschläge schrieben.

Wir glauben, dass die heutige Sicht auf Kinder schon immer so war? Weit, sehr weit gefehlt! Hass gab es schon immer, der auch gerade sich auf Kinder auslassen sließ, weil sie schwächer waren. Aber Wirklich Gedanken wurde sich nur um Prinzen und Prinzessinnen gemacht! Der Rest war nur Nachwuchs für die Felder!
Calimero hat geschrieben:
Do 6. Sep 2018, 21:59
Das bezieht sich gerade auch auf die sehr gläubige Landbevölkerung. Masturbation, Sex ausserhalb der Ehe... waren nicht nur geächteter als heute, sondern wurden auch teilweise (drakonisch) bestraft. Wir haben manchmal eine leicht romantische Sicht auf die Dinge was die Menschen damals alles getan haben.
Das ist KEIN romantischer Blick, sondern eine furchtbare Tatsache, dass sich die von Dir genannten Verbote sich auf die ganze Bevölkerung bezog, egal ob Kind, Erwachsener, oder Greis! Und das zeigt, dass Kinder keinen besonderen Status hatten, so wie es heute ist!
"Wir machen Gesetze zum Schutz der Kinder, und fragen nicht, wie es den Kindern damit geht." - aus einem Radiointerview
"Ein Kind muss spüren, dass es so wie es ist, richtig ist. Dass es um seiner selbst Willen und bedingungslos geliebt wird.
Das ist die wichtigste Erfahrung, die jedes Kind braucht" - Gerald Hüther (1951-)

Benutzeravatar
Zidane
Beiträge: 2901
Registriert: So 13. Mai 2018, 14:27
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Zidane » Fr 7. Sep 2018, 10:55

maestus hat geschrieben:
Do 6. Sep 2018, 21:36
Der Anteil an gefährlichen, weil eben durch Gewalt, Missbrauch, Krieg traumatisierten Kindern ist sicher höher als unter deutschen Kindern. ... Aber was wird getan? Nichts.
Ich glaube eher, dass es mehr zu Tage tritt, während es in deutschen Haushalten filligraner und verfeinert abläuft!

Und bei dem Rest des Zitates fühle ich mich in Facebook zu den AfD-Bashern versetzt.

Auch hier kann nur bei bekannten Taten eingegriffen werden, oder erwägst du ein präventive Haft möglicher Täter? Na dann mal alle Pädos in die Knäste!
"Wir machen Gesetze zum Schutz der Kinder, und fragen nicht, wie es den Kindern damit geht." - aus einem Radiointerview
"Ein Kind muss spüren, dass es so wie es ist, richtig ist. Dass es um seiner selbst Willen und bedingungslos geliebt wird.
Das ist die wichtigste Erfahrung, die jedes Kind braucht" - Gerald Hüther (1951-)

Antworten