Pädophilie: Therapierbar?

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Leni

Re: Pädophilie: Therapierbar?

Beitrag von Leni »

Hallo Manuel,

dürfte ich diesen Beitrag von dir mit in "mein" Forum nehmen?

Ich finde, den sollten mehr Menschen lesen.

Liebe Grüße

Leni

Leni

Beitrag von Leni »

Caspar Ibichei hat geschrieben:
Do 6. Jan 2022, 17:04

Es bedeutet aber auch, wenn einem an einem regnerischen trüben Tag das entsprechende Kind über den Weg läuft, dass sich ein Sonnenstrahl durch die Wolkendecke bohrt und in einem der Wunsch aufkommt, mit diesem Kind gemeinsam durch den Regen zu tanzen und die Tiefe der einzelnen Pfützen auszuloten. Gemeinsam über einen Regenbogen zu wandern und jeden Moment dieses Lebens zu genießen.
:heart:
Nun, ok. Das sind natürlich rein persönliche An- und Aussichten.
Es sind sicherlich noch viele Bachelor- und andere Arbeiten nötig, um einen Therapieerfolg zu erzielen. ;)
Momentan scheint es so, als wären es noch viele "Bachelor- und andere Arbeiten nötig" aber ich wünsche mir und hoffe so sehr, dass diese eines Tages durch ganz einfache Akzeptanz nicht mehr nötig sind.

Liebe Grüße

Leni

Leni

Beitrag von Leni »

Ich wollte mich aus der Diskussion eigentlich heraushalten, weil es mich nicht betrifft.

Aber wenn ich lese "Pädophilie: Therapierbar?" dann muss ich unbedingt loswerden, das Pädophilie nicht therapierbar finde und wozu auch?

Aber viel viel wichtiger in bezug auf Therapie finde ich, dass jeder Mensch, auch der pädophile Mensch unbedingt lernen muss, falls er es nicht schon kann, SICH SO ANZUNEHMEN, WIE ER IST!

Niemand kann jemand werden, der er nicht ist.

Es ist für die seelische (und die daraus resultierende körperliche Gesundheit) sehr, sehr wichtig.

Man kann und sollte nicht mit inneren Konflikten leben (müssen). Daraus resultieren Konflikte. Im Aussen wie im Innen.

Liebe Grüße

Leni

manuel_jonathan
Beiträge: 12
Registriert: So 2. Jan 2022, 17:36
Wohnort: Wien

Beitrag von manuel_jonathan »

Leni hat geschrieben:
Sa 8. Jan 2022, 12:09
dürfte ich diesen Beitrag von dir mit in "mein" Forum nehmen?

Ich finde, den sollten mehr Menschen lesen.
Hallo Leni,

freut mich sehr, dass dir mein Beitrag gefällt - mir liegt viel daran, die generelle Wahrnehmung von "uns" zu verändern, zu differenzieren, darauf hinzuweisen, dass wir überwiegend ganz normale Menschen sind.

Also ja, du kannst den Beitrag gerne zitieren. Um welches Forum handelt es sich denn?

Liebe Grüße,
Manuel

Leni

Beitrag von Leni »

Mir geht gerade der für mich (unsinnige) Titel dieses Threads nicht mehr aus dem Kopf.

Genauso gut könnte man googeln "Homosexualität- Heilbar?"

Wir haben zwei Freunde, ein Männerpaar, das seit Jahrzehnten zusammen ist.

Wir haben so viele Gespräche darüber geführt über die Zeit, in der behauptet wurde, Homosexualität wäre heilbar.

So viele Menschen wurden seelisch zerstört dadurch. So viele Menschen haben sich umgebracht deswegen und soviele menschenunwürdige medizinische "Therapien" wurden durchgeführt.

Alle mit dem Ergebnis, das wir heute anerkannt haben: Homosexualität ist nicht heilbar, weil es nichts zu Heilen gibt! Diese Menschen sind seelisch und körperlich gesund, sie haben nur eine andere sexuelle Ausrichtung.

Und genau das betrifft auch die Pädophilie. Eine andere sexuelle Ausrichtung, die keine Therapie braucht, weil sie nicht therapierbar ist, weil es keine Krankheit ist.

Das Einzige, was evtl therapiert werden muss, ist das Selbstbewusstsein und die Selbstakzeptanz, die diesen Menschen fehlt!

manuel_jonathan
Beiträge: 12
Registriert: So 2. Jan 2022, 17:36
Wohnort: Wien

Beitrag von manuel_jonathan »

Anakin hat geschrieben:
Sa 8. Jan 2022, 00:35
Seht das mal in Bezug auf euch selber und euer Selbstbild, das ihr in dem Moment von euch selber hattet, als ihr wirklich verstanden habt, dass ihr einer "von denen" seid..
Du hast recht, Anakin, an diese Perspektive habe ich nicht gedacht, vielleicht weil ich doch schon sehr lange mit meiner Neigung lebe und mich daran gewöhnt habe. Dabei sind das natürlich ganz entscheidende Punkte, vor allem auch für junge Menschen, die gerade dabei sind, ihre Neigung zu entdecken.

Dazu fällt mir auch noch ein, dass es ein ganz großes Problem für Pädophile ist, dass es keine Vorbilder gibt, an denen man sich orientieren kann. Bei anderen Neigungen findet man unendlich viele Bücher, Filme, oder Songs, die darüber erzählen, wie es ist, verliebt zu sein, was Sexualität bedeutet. Man sieht es bei Freunden, in der Familie, man erfährt darüber sogar in der Schule.

Ein junger Pädophiler hat nichts davon, ja, er kann oft noch nicht einmal mit seinen Freunden reden, er ist völlig alleine.

Das führt dann eben zur Selbstwahrnehmung als Monster, weil es die Gesellschaft ja so sieht. Gleichzeitig hat man diese doch starke Neigung, will Kinder kennenlernen und weiß nicht, wie man mit ihnen umgehen soll, weil die eigene Intuition auch erst geformt werden muss. Gerade als Jugendlicher neigt man dazu sich voll in etwas zu stürzen, Grenzen auszutesten - und hat in unserem Fall niemanden, der es vorgelebt hat.

Viel wichtiger als Therapeuten wären Mentoren, erfahrene Pädophile, die ihr Wissen mit den jüngeren Teilen, um ihnen Ängste zu nehmen und sie auch vor möglichen Fehlern zu bewahren, die einem einfach passieren können, weil man auch nur ein Mensch ist.
Anakin hat geschrieben:
Sa 8. Jan 2022, 00:35
Hast du eine Therapie gemacht, wenn ja, was war das Ziel, was hast du dir erhofft, was hat sich durch eine Therapie wirklich verändert...
Hattest du jemals Angst vor dir selber?
Ganz genau - es ist erschütternd, wenn man auf einmal erfährt, dass in einem ein Monster steckt, das man bisher gar nicht wahrgenommen hat. Trotzdem glaubt man, dass etwas dran sein muss, schließlich sagen das ja alle so. Und selbst Therapeuten scheinen einem einreden zu wollen, dass in jedem Pädophilen eine Gefahr schlummert, die dringend beherrscht werden muss. Dass wir als Pädophile auf jeden Fall therapiert werden müssen, um uns kontrollieren zu können, weil es nicht möglich scheint, dass wir das ohnehin können.

Dass wir eben wie alle anderen Menschen einfach nur gewisse Vorlieben haben und diese, genau wie alle anderen, natürlich auch so weit beherrschen können, dass wir niemandem schaden.

Oft genug hatte ich Zweifel, ob ich ein guter Mensch bin, wenn ich mich trotz meiner Neigung mit Kindern beschäftige, bis hin zur Angst, ihnen zu schaden. Aber nur, wenn ich nicht mit ihnen zusammen war. In der Gesellschaft von Kindern, auch wenn die Beziehung innig wird, spüre ich in jeder Sekunde, dass ich ihnen niemals etwas antun könnte, dass ich immer ihr Wohlbefinden im Auge habe. Und dass meine Triebe, die manchmal übermächtig erscheinen, wenn ich alleine bin, in ihrer Nähe nur eine untergeordnete Rolle spielen, verdrängt werden, von all dem Schönen, das sich ergibt, wenn ich mit ihnen zusammen sein darf.
Anakin hat geschrieben:
Sa 8. Jan 2022, 00:35
Wie lebt es sich mit der Angst vor dem Gesetzt, obwohl man im Grunde nichts verbotenes tut?
Ja, es hängt tatsächlich permanent wie ein Damoklesschwert über mir, obwohl ich genau weiß, dass ich nichts verbrochen habe. Selbst all die unbedenklichen Dinge scheinen im Zusammenhang mit den Gesetzen illegal zu werden, weil ich mich ja potenziell nicht im Griff habe, wie die Gesellschaft nicht müde wird, zu betonen. Also mache ich schon etwas Verbotenes, wenn ich mit einem Kind nur plaudere. Und natürlich kommt die Paranoia dazu, dass alle anderen Erwachsenen sofort vermuten könnten, dass ich mich an das Kind nur heranmache, um meine Neigung zu befriedigen. Auch wenn nichts davon zutrifft, ist es schwer, diese Gedanken zu ignorieren.
Anakin hat geschrieben:
Sa 8. Jan 2022, 00:35
Wie fühlt man sich, wenn man selbst zu der Gruppe Menschen gehört, auf die eine Art unschöne Hetzjagd veranstaltet wird, was aber im Falle deiner eigenen Person völlig unangebracht ist.
Ja, es macht mich wütend, dass wir immer mit denen in einen Topf geworfen werden, die tatsächlich Missbrauch begangen haben, die ihre Neigung womöglich nur ausleben, um auf ihre eigenen Kosten zu kommen, ohne dabei an die Kinder zu denken. Denn natürlich gibt es viel zu viele Sadisten, die keine Rücksicht kennen. Wie wäre es wohl zb für alle heterosexuellen Männer, wenn man ihnen unterstellen würde, dass sie Vergewaltiger wären, nur weil ein geringer Anteil von ihnen tatsächlich Triebtäter sind?

Zumal erwiesen ist, dass ein Großteil jener, die Kinder vergewaltigen noch nicht einmal Pädophile sind, sondern normale Erwachsene mit einer grundsätzlich gestörten Sexualität. Diese Unterscheidung sollte für alle Neigungen gelten.
Anakin hat geschrieben:
Sa 8. Jan 2022, 00:35
Wie geht man mit dem inneren Konflikt um, dass man den Missbrauch von Kindern selbst nicht billigt, auf der anderen Seite aber große Angst haben muss, dass einem Tagebücher zur Verarbeitung der eigenen Gedanken, (Alb) Träume, Gefühle und Erlebnisse im Zweifel am Ende zum Verhängnis werden könnten, weil dann vermutlich eben nicht mehr unterschieden wird ob es sich um pornigrafiaxhe Schriften, Tagebücher von Fantasien oder gleich reale Erlebnisse und damit um ein Geständnis irgendwelcher Taten handelt.
Ja, genau. Wieso muss ich auf diese Seite mit einem Tor-Browser? Mit einem falschen Namen? Einem anonymen E-Mail-Account, den ich nur über Tor abrufe? Alles muss im Verborgenen laufen, nur um Missverständnisse zu vermeiden, nur um sicher zu stellen, dass man mich nicht als potenziellen Täter sieht, vor dem man die Kinder besser versteckt. Immer lastet das Gefühl auf einem, ein Doppelleben führen zu müssen, einen beträchtlichen Teil der eigenen Persönlichkeit verleugnen und unterdrücken zu müssen, einen Teil, der absolut nichts mit dem zu tun hat, was die Gesellschaft glaubt und erwartet. Weil dieser Teil der Persönlichkeit laut Gesellschaft nur in Verbindung mit schrecklichen Vergehen an Kindern existieren kann.
Anakin hat geschrieben:
Sa 8. Jan 2022, 00:35
Das sind die Dinge die mich sehr beschäftigt haben in den letzten 2 Jahren.
Ich hoffe, dass es dir gelingt, dich selbst als die Person wahrzunehmen, die du bist, das nur das zählt und nicht, was andere Menschen oder das Gesetz uns unterstellen. Dich so zu sehen, wie das die Kinder in deinem Umfeld tun, die wohl die einzigen sind, die das wirklich beurteilen können - und die dazu auch in der Lage sind, selbst wenn sie ganz jung sind, man muss nur genau hinhören und hinschauen.

Alles Gute und liebe Grüße,
Manuel


Leni

Beitrag von Leni »

Hallo Manuel,

das, was du schreibst, sollte nicht in einem kleinen Thread in einem kleinen Forum verlorengehen. Das sollte in die Welt hinausgeschrien werden!

Das einzige, was mich einigermaßen besänftigt, ist das Wissen, dass sich alles, was sich in der Menschheitsgeschichte ereignet (hat) immer wieder wiederholen wird.

Es wird eine Zeit kommen, in der wie jetzt die Homosexuellen auch die Pädophilen verstanden und in Ruhe gelassen werden, weil die Menschen erkannt haben, dass diese Menschen nicht mit den sadistisch motivierten Menschen verglichen oder gar gleichgestellt werden dürfen, die Kindern schaden.

Dass es noch nicht jetzt geschieht denke ich, liegt daran, dass jetzt erstmal die Akzeptanz der Homosexuellen ein gewaltiger Gedanken- und Gefühlsberg für die Gesellschaft war und da ist es für mich auch nicht schwer zu verstehen, dass die Pädophilen zum Feindbild wurden, denn ohne Feindbild kann der Mensch anscheinend nicht existieren. :roll:

Da ist es klar, dass es auch keine Vorbilder oder Mentoren gibt, die junge Pädophile an die Hand nehmen können.

Aber es gibt Kulturen, die aufzeigen, dass auch mit großem Altersunterschied Liebe möglich ist und auch in unseren Breitengraden ist es noch nicht so lange her, dass Mädchen schon mit 12, 13 Jahren mit einem älteren Mann zusammen sein konnten, sogar verheiratet.

Die Literatur ist voll von Beispielen.

Ich lese gerade eines dieser Beispiele: Elena von Pascal Laine Sogar ein Zeitgenosse
https://de.wikipedia.org/wiki/Pascal_Lain%C3%A9

"Das Buch spielt im Jahr 1942 in der Schweiz. Ein 40-jähriger Mann reist illegal in die Alpenrepublik, da er sich auf der Flucht vor den Deutschen befindet. Als mittelloser Klavierlehrer verdingt er sich das Geld in einer Tanzschule. Dort lernt er die 11-jährige Elena kennen, in die er sich verliebt."

Es soll ein romantisches Buch sein, darauf freue ich mich.

Liebe Grüße

Leni

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Caspar Ibichei
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Beitrag von Caspar Ibichei »

Leni hat geschrieben:
So 9. Jan 2022, 16:42
Das sollte in die Welt hinausgeschrien werden!
Es gibt leider so wenige, die schreien.
Und auch so wenig Möglichkeiten, bei denen die Schreie eine Chance haben gehört zu werden.
Bachelorarbeiten wie die um die es hier geht, bieten eine ganz kleine Möglichkeit die jeder wahrnehmen sollte.
Georg, >60 ● Präferenz: wbl 8-12, mnl 6-10 caspar-ibichei@gmx.de
„Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.“ (Che Guevara)

lolitalover
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Registriert: Mo 22. Nov 2021, 19:56

Beitrag von lolitalover »

Hallo Elma, ich bin 41 Jahre alt, hab seit meiner frühesten Jugend eine pädophile Nebenströmung und würde mich gerne als Interview-Partner für dein Projekt zur Verfügung stellen. Und ja: ich bin Schweizer. :-) Kannst dich also gerne bei mir melden.

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