Bericht zum Thema "Kindersexpuppen"

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Mitleser
Beiträge: 798
Registriert: Mi 23. Jan 2019, 20:19

Re: Bericht zum Thema "Kindersexpuppen"

Beitrag von Mitleser »

Mascha hat geschrieben:
So 14. Mär 2021, 00:43
Die Tat hatte er dann schon x-mal an seiner Puppe vollführt, das heißt er hat sie eingeübt und kann sicher und routiniert vorgehen.
Man braucht aber keine "Kindersexpuppe", um so eine Tat "einzuüben", das geht mit jeder beliebigen Puppe. Der kindliche Körper der Puppe spricht nur die pädophile Neigung an, damit der sexuelle Akt erfüllender ist. "Öffentlich angeboten" werden solche Puppen ja nun mitnichten, man findet sie ausschließlich auf mehr oder weniger obskuren Websites im Internet, es wird keine Werbung betrieben, und man muss nicht unerhebliche Hürden durchlaufen, um in den Besitz einer solchen zu kommen. Hieraus eine wie auch immer geartete Gefahr für Kinder abzuleiten, halte ich für fragwürdig, ebenso wie das geforderte Verbot von virtueller Kinderpornografie.

Dass jegliche Handlungen und auch entsprechende "Schriften" an/von/vor echten Kindern illegal sind, ist sicher für jedermann nachvollziehbar (egal, ob der- oder diejenige mit den Gesetzen einverstanden ist oder nicht), aber sobald es nicht mehr um echte Kinder geht, wird die Sache höchst fragwürdig. Wo wollen wir da die Grenze ziehen? Puppen sollen verboten werden, Zeichnungen auch? Aber die Fantasie soll noch erlaubt sein? Konsequenterweise müsste man auch jegliche "pädophilen Gedanken" verbieten, denn irgendwer könnte sich ja doch dazu verleiten lassen, das "Kopfkino" in eine echte Tat umzusetzen, wenn er mit der von Dir angeführten "klassischen pädophilen Wahrnehmungsverzerrung" unterwegs ist.

Meiner Meinung nach wird hier jedenfalls mit Kanonen auf Spatzen geschossen, schlicht und einfach, weil die Verhältnismäßigkeit nicht mehr gegeben ist. Ja, es hat Fälle gegeben, wo sich möglicherweise jemand an einer solchen Puppe "aufgegeilt" und sich dann an einem echten Kind vergangen hat. Aber es ist ein Trugschluss, daraus ableiten zu wollen, dass ein Verbot ein weiterer Schritt in Richtung Kinderschutz ist. Jemand, der sich an einem Kind vergeht, pfeift ohnehin auf alle Gesetze, also ist es mir lieber, dass die restlichen Betroffenen zu fiktivem Material greifen und so ihre Neigung ausleben, auch wenn der Gedanke daran für manch einen kaum erträglich ist.

Und wie Caspar schon sagte, für die meisten Pädos wäre so eine Puppe ohnehin nichts, aber allein die Tatsache, dass es für sowas extra ein Gesetz gibt, was zum Rundumschlag ausholt und alle "Schlupflöcher" schließen will, zeigt doch, dass man Pädophilen gegenüber keinerlei Verständnis hat und alle Betroffenen kriminalisiert. Ein legales Ausleben der Neigung wird zunehmend unmöglich, und die immer weiter zunehmende Stigmatisierung sorgt dafür, dass es für diejenigen, die beruflich oder im Privatleben mit Kindern zu tun haben und darin Erfüllung finden, sich stets in große Gefahr begeben, ihre Neigung zu offenbaren.

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Consuela
Beiträge: 127
Registriert: Fr 11. Okt 2019, 16:00
Wohnort: Deutschland

Beitrag von Consuela »

mal eine kuriose frage gibt es überhaupt möglichkeiten für uns gegen dieses verbot gerichtlich vorzugehen?

Demokrat

Beitrag von Demokrat »

Wer braucht schon Gründe, wenn es doch Demokratie gibt?

Demokratie ist die Herrschaft des Volkes, die Macht der Stimmenanzahl.
Und Stimmen bekommt man mit Emotionen.
Die Emotion ist oft im Leben wichtiger als ein plausibler Grund.

Dr. Jan-Marco Luczak (CDU/CSU): Plenarprotokoll 19/187 (23559)
Ich will zum Schluss noch etwas zum Thema Kindersexpuppen sagen, weil hier der Kollege Martens von der FDP gesagt hat, es gebe dafür keine Evidenz. Nun mag das sein; es gibt unterschiedliche Tätertypen. Aber ich will Ihnen mal sagen: Wenn man bei Amazon Kindersexpuppen bestellen kann, diese nach den eigenen Vorlieben designen kann, indem man sich die Größe, das Alter, die Art und Weise der Körperöffnungen genau aussuchen kann, dann finde ich das unerträglich.
Das finde ich unerträglich!
(Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der LINKEN – Alexander Dobrindt [CDU/CSU]: Widerlich!)

Dass die einzige Sachverständige, die nicht nur angehört, sondern auch berücksichtigt wurde und die sich mit sehr vagen Gründen für ein Verbot der Puppen ausgesprochen hatte, ebenfalls zur CDU/CSU gehört, muss nicht zwingend verwundern.

Wie schon in der NRW-Landtagsdebatte ging es nicht um Gründe, sondern um Emotionen.

Demokrat

Beitrag von Demokrat »

Mit dem Puppenverbot durch den Bundesrat soll auch ein Signal gesetzt werden.
https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2020/0601-0700/634-20.pdf?__blob=publicationFile&v=1 hat geschrieben:Drucksache Bundestag 634/20
Beinhaltet:
(Sehr geehrter Herr Präsident, [Schäuble]
hiermit übersende ich gemäß Artikel 76 Absatz 2 des Grundgesetzes den von der Bundesregierung beschlossenen Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder mit Begründung und Vorblatt.
Federführend ist das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Angela Merkel)


Von der neuen Regelung soll auch ein Signal für die Gesellschaft ausgehen, dass Kinder –
seien sie auch nur körperlich nachgebildet – nicht zum Objekt sexueller Handlungsweisen
gemacht werden dürfen.
(Für Erwachsenenpuppen und Körperteile (Dildos) gilt das nicht, Frauen und Männer dürfen ruhig „benutzt“ werden. [Demokrat])
Bei der aktuellen Begründung
„Zu Nummer 15 (§ 184l StGB-E) (S.45 der Drucksache, S.51 der PDF)
Mit dem neuen § 184l StGB-E sollen Inverkehrbringen, Erwerb und Besitz von körperlichen
Nachbildungen eines Kindes oder eines Körperteiles eines Kindes, die nach ihrer Beschaffenheit zur Vornahme sexueller Handlungen bestimmt sind, unter Strafe gestellt werden.
Denn diese Nachbildungen, in der Regel Sexpuppen mit kindlichem Erscheinungsbild, können die sexuelle Ausbeutung von Kindern mittelbar fördern. Es besteht die Gefahr, dass
ihre Nutzung die Hemmschwelle zu sexualisierter Gewalt gegen Kinder absenkt. Durch die
Nutzung solcher Objekte kann der Wunsch geweckt beziehungsweise verstärkt werden, die
an dem Objekt eingeübten sexuellen Handlungen in der Realität an einem Kind vorzunehmen.“
(Belege für die Befürchtungen fehlen nach wie vor. [Demokrat])
ist dieses Signal eher gegen pädophile Mitmenschen gerichtet, als gut für einen präventiven Kinderschutz.

Demokrat

Beitrag von Demokrat »

Missbrauch durch Puppenbesitzer:
„Bei immer mehr Ermittlungen werden Kindersexpuppen gefunden.“
Ist das ein Wunder? Es gibt ja in den letzten Jahren immer mehr.
Aber ist durch die Existenz bzw. Erwerbbarkeit die Anzahl der Missbräuche gestiegen?
(Das wäre ein Indiz für Hemmschwelle sinkt usw.)
Die meisten „normalen“ Menschen, ob Mann oder Frau, möchten gelegentlich mal Sex mit seinem Präferenzpartner.
Den Pädos ist das aus verständlichen Gründen nicht möglich.
Warum darf er seine Wünsche nicht mit einer Puppe verwirklichen?
Macht die Puppe den Tatgeneigten zum Missbraucher oder missbraucht der Missbraucher auch die Puppe?

Demokrat

Beitrag von Demokrat »

Fall Gladbach: Hätten fehlende Puppen die Missbräuche verhindert?
Warum benutzen „normale“ Menschen Sexspielzeug? Silikonvagina oder Dildo?
Zur Lustbefriedigung oder zum Einüben von Straftaten.
Warum ist das bei Pädos anders?
Markus Diegmann (Tour41) wurde als Kind missbraucht und überlebte. Nun wird er wieder missbraucht, als Befürworter der Puppenverbotskampagne.
Kindersexpuppen werden wohl hauptsächlich von Pädophilen gekauft.
Von Pädophilen, nicht von Missbrauchern.
Sollte nun bei einem dieser Puppenbesitzer bei Ermittlungen wegen irgendeines Delikts eine solche Puppe gefunden werden, …
Und nun wird er für sein nichtübergriffiges Verhalten bestraft.

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Caspar Ibichei
SuH-Team
Beiträge: 5162
Registriert: So 12. Feb 2017, 20:43
Wohnort: Deutschland

Beitrag von Caspar Ibichei »

Hi Demokrat, du hast ja ganz schön gesammelt.
Georg, >60 ● Präferenz: wbl 8-12, mnl 6-10 caspar-ibichei@gmx.de
„Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.“ (Che Guevara)

Demokrat

Beitrag von Demokrat »

Kindchenschema

Die Wissenschaft ist sich nahezu einig, dass das Kindchenschema (also die Wirkung des vorjugendlichen körperlichen Erscheinungsbildes) beim Menschen und vielen Säugetierarten Beschützerinstinke anregen, um das Überleben der hilflosen Geschöpfe zu sichern.

Das würde erklären, warum die meisten Menschen von der Vorstellung der Benutzung von Kinderpuppen zur sexuellen Befriedigung angewidert sind.

Dieser Instinkt bezieht sich eben nicht nur auf lebendige Wesen, sondern auf das Schema, also auf alles, was irgendwie kindlich wirkt.

Selbst wenn man den Menschen klarmachen könnte, dass auch der pädophile Mensch diesen Beschützermechanismus in sich trägt, der Impuls an diesen Mechanismus aber auch an die Sexualinstinkte weitergeleitet wird, wird der Mensch vielleicht mit dem Verstand, aber wohl nie mit dem Gefühl eine Nutzung akzeptieren.

Ich kann diese Urinstinkte verstehen, habe sie ja auch.
Doch ist eine gesetzliche Regulierung dieser Instinkte bei Pädos erlaubt?
Müsste nicht auch hier der Gesetzgeber die Auswirkungen der Instinkte auf das Alltagsleben des heutigen Menschen berücksichtigen?

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Buzz
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Registriert: Sa 13. Okt 2018, 12:03

Beitrag von Buzz »

Nur eine Zwischenbemerkung: Ahlers ist einer der unangnehmsten Menschen die ich in meinem Leben kennen gelernt habe. Den Mann sollte man von Betroffenen fernhalten.
Straight Edge Childlove

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