Bericht zum Thema "Kindersexpuppen"

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Puppenspieler

Re: Bericht zum Thema "Kindersexpuppen"

Beitrag von Puppenspieler »

@Gast

dann geh doch mal in Foren die es massenhaft im Internet gibt und wo sich sexuelle Sadisten öffentlich unterhalten was ihnen an welchen Pornos wo nicht einvernehmlicher Sex dargestellt wird und zwar mit lebenden Personen, am besten gefallen hat diskutieren.

Möchtest Du dann diese Leute auch alle einsperren?? Das wären dann weltweit auch mal so ein paar hundert Millionen Menschen.

Gedanken sind frei lieber Gast das hat schon ein berühmter Dichter und Denker gesagt. Es ist letzlich ein Menschenrecht denken zu dürfen was er will - gerade auch bei der Masturbation.

Puppenspieler

Beitrag von Puppenspieler »

Liebes GSA Team,
vielen Dank das ihr meinen Erlebnisbericht in Sachen Kinderpuppen veröffentlicht habt. Es kann schon sein dass ich euch anfangs tatsächlich erst die ersten beiden Teile geschickt habe, ich bin mir da auch nicht ganz sicher.

Die Masturbation ist ein mehrfach verbrieftes Menschenrecht wenn dabei die Freiheit eines Anderen nicht beschnitten wird und eine schädigende Wirkung eines Anderen nicht explizit nachgewiesen ist.

Genau das ist bei Kinderpuppen der Fall. Christoph Josef Ahlers sagt sogar eindeutig dass es wissenschaftlich nachgewiesen ist dass hier von Kindersexpuppen keine schädliche Wirkung ausgeht. Und niemand der in der Sache nicht so tief drinnen ist sollte so vermessen sein und das Gegenteil behaupten wie es derzeit die Politik aus extrem niederen Beweggründen tut.

Das eigentlich Verwerfliche der Politik dabei ist, dass sie unschuldigen pädophilen Menschen die einzige Möglichkeit nehmen, Ihre Sexualität auszuleben wie es sonst jeder Mensch darf wenn niemand geschädigt wird. Hierbei wird eine bewusste vor allem psychische Zerstörung dieser ohnehin sexuell benachteiligten Menschen in Kauf genommen. eine bewusste Verharmlosung der enormen Probleme dieser Menschen wird als eine Selbstverständlichkeit in den Raum gestellt.

Das meist ohnehin durch die staatliche Stigmatisierung und Ausgrenzung dieser Menschen ein lebenslanges Trauma verursacht wird, wird sogar als positiv dargestellt und eine wirre Verbindung zum angeblichen Kinderschutz gezogen.

Echter Kinderschutz hingegen kann nur mit Pädophilen funktionieren und niemals gegen sie . Mann muss alle in ein Boot holen.
l
Ich war von euch positiv überrascht liebes GSA Team als ihr euch klar gegen die Hetzrede der AFD Abgeordneten gestellt habt.

Ich bin weiter gespannt ob ihr auch den Mut findet und nach einem Kinderpuppenverbot auf gesetzeskritischer Linie zu bleibt und somit Rückrad beweist oder ob ihr einknickt.

Was ist eigentlich jetzt mit eurer Vereinsaktivität? Aus wie vielen Personen besteht nun der Verein? Was sind für Aktivitäten da in Zukunft geplant von denen ihr redet? Wie kann man in eurem Verein Mitglied werden? Sind neue Mitglieder überhaupt erwünscht?

Könnten Kinderpuppenbesitzer auch Mitglied sein nach einem Kinderpuppenverbot? Auf eigenes Risiko sozusagen oder distanziert ihr euch nach so einem Verbot von diesen Menschen?

Liebe Grüße
der Puppenspieler

Unglücklicher
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Beitrag von Unglücklicher »

Ich schätze es so ein, dass das Verbot von Kindersexpuppen und jeglicher Abbildungen Symbolpolitik ist zum einen und zum anderen ein Umkehreffekt befürchtet wird, nachdem der Gebrauch von Puppen MEHR Lust auf echte Kinder macht, und nach dem Vorsorgeprinzip auch ohne Nachweis präventiv gehandelt wird bis der Beweis des Gegenteils erbracht ist (wie auch immer das dann möglich sein soll, man schaut viellleicht auf die “liberaleren“ Staaten und deren Erfahrungen nach einigen Jahr(zehnt)en und fragt sich dann, ob sich die auf unsere Gesellschaft übertragen lassen).

“99% der Pädophilen essen Brot, verbietet Brot!“ ist übrigens eine Verkürzung, die zu einem fehlerhaften Schluss führt. Man muss sich auch die Gegenstatistik anschauen und einen diskriminierenden (unterscheidenden) Faktor finden. Gibt es Vergleichsstudien zu Sexpuppen und deren Effekt auf die Wahrscheinlichkeit eines Übergriffs (auf Erwachsene oder Kinder)? Experimentelle Studien wird es nicht geben können, bei denen kontrolliert Sexpuppen zur Verfügung gestellt werden (oder Placebos ^^)
Puppenspieler hat geschrieben:Christoph Josef Ahlers sagt sogar eindeutig dass es wissenschaftlich nachgewiesen ist...
Könntest du da was konkretes verlinken?
Der Vergleich von Pädophilen mit und ohne Sexpuppen, die aus eigenem Antrieb beschafft werden (wieviele gibt es überhaupt und wieviele Menschen wären bereit zu einer Studienteilnahme), könnte daran hinken, dass gerade diejenigen die besonders auf körperliches Ausleben “fixiert“ sind, sich eine Puppe anschaffen um weniger tatgeneigt zu sein, sich das aber nicht direkt davon unterscheiden lässt, ob sie rrst dadurch tatgeneigt werden. Vielleicht gibt es durch Befragungen (prospektiv und retrospektiv) und weitere Diagnostik die Möglichkeit zu differenzieren, aber inwieweit die dann verkässkich und nicht durch sozial erwünschtes Antworten verfälscht sind, wäre ungewiss.
Ich sehe jedenfalls bessere Möglichkeiten darin, die Problemlage zu verstehen und Menschen bei einem sozial akzeptablen Verhalten zu unterstützen, wenn man die Puppen nicht verbietet bevor es Erkenntnisse dazu gibt. Wenn sie verboten sind nimmt man sich vielmehr die Möglichkeit gesellschaftlich Erfahrungen damit zu sammeln.

Angela

Beitrag von Angela »

Unglücklicher hat geschrieben:
Fr 12. Mär 2021, 07:40
Könntest du da was konkretes verlinken?
ich bin zwar nicht Puppenspieler aber es gibt von verschiedenen "Experten" die gleichen Aussagen wie sie Ahlers getätigt hat. Auf jeden Fall hier das Interview in dem Ahlers diese Aussage getätigt hat und was Puppenspieler wahrscheinlich gemeint hat:
https://www.welt.de/icon/partnerschaft/ ... hrens.html
Man muss etwas runterscrollen, erst kommt das Bild von Ahlers, dann die Überschrift "Anonyme Fragen aus dem Publikum:"
Dann kommt bald Ahlers Aussage.

Ahlers spricht übrigens von den 3 Achsen der sexuellen Präferenz und die Pädophilie ist somit keine Neigung sondern eine sexuelle Ausrichtung, wie andere Menschen auf Erwachsene ausgerichtet sind und somit ist die Pädophilie vermutlich viel verbreiteter und im jeweiligen Betroffenen viel elementarer als die Medien und Pädohasser immer glauben machen wollen. Viele Menschen habe keine oder kaum eine sexuelle Neigung wie ein Fetisch z.B.
Eine sexuelle Ausrichtung hingegen haben so gut wie alle.
Die soziale Verträglichkeit per se hat bei diesen 3 Achsen gar nichts zu sagen.

Unglücklicher
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Beitrag von Unglücklicher »

Ah danke, da muss ich mal reinschauen.

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Caspar Ibichei
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Beitrag von Caspar Ibichei »

Unglücklicher hat geschrieben:
Fr 12. Mär 2021, 07:40
Ich schätze es so ein, dass das Verbot von Kindersexpuppen und jeglicher Abbildungen Symbolpolitik ist zum einen und zum anderen ein Umkehreffekt befürchtet wird, nachdem der Gebrauch von Puppen MEHR Lust auf echte Kinder macht, und nach dem Vorsorgeprinzip auch ohne Nachweis präventiv gehandelt wird bis der Beweis des Gegenteils erbracht ist ...

Wenn sie verboten sind nimmt man sich vielmehr die Möglichkeit gesellschaftlich Erfahrungen damit zu sammeln.
Es ist schon krass. Jeder Missbrauch ist einer zuviel. Auch beim Erfahrung sammeln.

Es kann sich nur um Symbolpolitik handeln, denn Erwachsenenpuppen sind lange auf dem Markt.
Niemand behauptet sie würden Vergewaltigungen auslösen.
Werden echte Frauen von ihren Benutzern wirklich geringer geschätzt? Führen sie zu einer (Sex)objektivierung der Frau?
Sind sie nicht eine Alternative für ungelebten Sex ihrer Benutzer?
Würde ein Verbot der Erwachsenenpuppen den realen Frauen mehr Sicherheit bringen?

Ein offenes dazu Stehen, dass es sich um die Symbolik handelt (denn das Argument eines dadurch erreichten Kinderschutzes ist zu absurd,) würde mir diese Politik ehrlicher erscheinen lassen.
So erscheint sie mir unberechenbar.
Georg, >60 ● Präferenz: wbl 8-12, mnl 6-10 caspar-ibichei@gmx.de
„Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.“ (Che Guevara)

Unglücklicher
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Beitrag von Unglücklicher »

Ich meinte nicht, Erfahrung mit Kindern sammeln... Hab ich dich oder du mich falsch verstanden? Der Vergleich mit Erwachsenenpuppen macht deutlich, wie symbolisch die Entscheidung ist, der Vergleich darf aber nicht gezogen werden offiziell, denn bei Kindern ist es ja immer was anderes [Ironie].

Ich kann es mir nur so erklären. Politik reagiert eben allzu oft auf die vermeintlichen Rufe der Gesellschaft. Niemand möchte sich vorwerfen lassen, der gesellschaftlichen Moral nicht zu dienen.
Ob Klima, Energiewende oder dieses Thema, es ist traurig, wenn einfach die lauten Stimmen der vermeintlich moralisch gerechtfertigten Empörung mehr wiegen als Sachverstand.
Ich kann jedenfalls sagen, ob 5 oder 10 Jahre Strafe im Gesetz stehen, hätte mich nicht wirklich von meinen Taten abgehalten, denn ich habe die Vernunft ohnehin beiseite geschoben. So beruhigt es vielleicht das Gewissen, wenn etwas im Namen des Kinderschutzes getan wird. Was mir geholfen hätte, die Taten nicht zu begehen, wäre gewesen mich nicht einer vermeintlich unüberwindlichen Hürde gegenüber zu sehen. Programme wie BIOS, die aufgeklärt Präventionsarbeit leisten, mit verlässlichen Mitteln auszustatten, die langfristig und im benötigten Umfang dem Problem entsprechend ausreichen, würden etwas bewirken. Auch und gerade, weil sie vorher und bei Tatgeneigten ansetzen.
Und wie Mascha ausführlich schrieb, auch Kinder zu bewussten Menschen anleiten. Eltern unterstützen und aufklären über reale Gefahren und deren Erkennung. Und nicht zuletzt, Gewalt in Familien abbauen. Auch hier sind die Ursachen vielfältig und im Prinzip bekannt. Dafür braucht es reale Veränderungen, nicht nur auf dem Papier des Gesetzblattes.

Ich halte es trotzdem nicht für wirkungsvoll gegen das Symptom "Verbot von Sexpuppen" direkt vorzugehen. Das habe ich in anderen Bereichen schon erlebt. Damit trägt man selbst die Schlacht auf einen Nebenschauplatz und lenkt vom zugrundeliegenden Problem ab.

Ich fürchte auch, der Ruf "Nehmt uns nicht nich das letzte, unsere heiß geliebten Puppen weg" (ich formuliere das bewusst überspitzt wie es vielleicht in den Ohren Verbotsbefürwortender klingen mag) verstärkt nur den Eindruck, das Pädophile einfach den körperlich erfahrbaren Sex mit Kindern (oder einen Ersatz) brauchen. Das wirkt eher gefährlich, denn der Ersatz könnte ja irgendwann nicht mehr ausreichend sein. Wer schon Pädophile an sich nicht versteht, versteht eventuell noch weniger, wie eine Puppe ein Bezugsobjekt sein soll.

Ich persönlich brauche und will gar keine Puppe, kann mir aber vorstellen, wie es für einige einen schmerzhaften Eingriff in eine ohnehin schon schwierige Lebenssituation darstellt. Was ich mir nicht vorstellen kann, ist, wie es so vielen an genügend Empathie dafür mangeln kann.

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Mascha
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Beitrag von Mascha »

Caspar Ibichei hat geschrieben:
Sa 13. Mär 2021, 23:10
Erwachsenenpuppen sind lange auf dem Markt.
Niemand behauptet sie würden Vergewaltigungen auslösen.
Doch Caspar, das wird durchaus behauptet und gefürchtet:

https://ze.tt/mit-sexrobotern-vergewalt ... er-frauen/

Das Problem ist eben: die einen sagen so und die anderen so und letztlich sind alles meines Wissens nach bisher nur Behauptungen, weil es weder eine Studie gibt, die belegt, dass die Wahrscheinlichkeit für einen realen Missbrauch durch das Nutzen einer solchen Puppe steigt, noch eine Studie, die beweist, dass das Besitz und/oder Nutzen davon keine Gefahr darstellt.
Caspar Ibichei hat geschrieben:
Sa 13. Mär 2021, 23:10
Werden echte Frauen von ihren Benutzern wirklich geringer geschätzt? Führen sie zu einer (Sex)objektivierung der Frau?
Ich denke wenn dann führen nicht ursächlich dazu, sondern sie verstärken das, was schon da ist. Und zwar individuell bei einem Menschen, als auch gesellschaftlich. Wir Frauen sind doch ohnehin objektiviert auf jedem zweiten öffentlichen
Plakat, viele Männer sehen ihre Frau quasi als ihren Besitz an.

Wenn ich mal eine Hypothese zu den Kinder Sexpuppen aufstellen darf:

Ich denke wenn ein Mensch in seinem Kopf ganz ganz klar hat, dass sexuelle Interaktionen zwischen Kindern und Erwachsenen aus gutem Grund verboten sind, wenn er oder sie dieses Verbot nicht nur akzeptiert, sondern auch gut und richtig findet, dann wird ihn vermutlich auch das Nutzen einer solchen Puppen nicht zum Täter/ zur Täterin machen. Wenn aber jemand mit der klassisch pädophilen Wahrnehmungsverzerrung unterwegs ist, könnte ich mir das schon vorstellen. Wenn jemand Missbrauch verharmlost, indem er einen Unterschied behauptet zwischen physischer Gewalt und manipulativer Gewalt, indem er so tut, als wäre da kein Macht Unterschied zwischen Kind und Erwachsenen, keine Überforderung des Kindes, und als wäre Sex mit einem Kind völlig unproblematisch, solange das Kind aus eigenem Antrieb mitmacht und Spaß dabei hat, könnte schon die Gefahr größer werden, dass jemand doch versuchen wird ein Kind für seine Zwecke auszunutzen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Die Tat hatte er dann schon x-mal an seiner Puppe vollführt, das heißt er hat sie eingeübt und kann sicher und routiniert vorgehen.
Caspar Ibichei hat geschrieben:
Sa 13. Mär 2021, 23:10
Ein offenes dazu Stehen, dass es sich um die Symbolik handelt (denn das Argument eines dadurch erreichten Kinderschutzes ist zu absurd,) würde mir diese Politik ehrlicher erscheinen lassen.
So erscheint sie mir unberechenbar.
Das geht mir anders, und auch wenn auch ich die Antwort auf die Frage, ob das Nutzen solcher Puppen gefährlich ist, nicht weiß, denke ich eigentlich, solange wir nicht sicher wissen, dass es nicht so ist, sollten wir die Puppen nicht legal und öffentlich irgendwo anbieten lassen.

Unglücklicher
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Beitrag von Unglücklicher »

Mascha hat geschrieben:
So 14. Mär 2021, 00:43
Liebe Mascha. Vielen Dank für deinen Blickwinkel.

Ich sehe beides als gegeben, einfach weil es grundlegende sozialpsychologische Mechanismen sind. Die Realität prägt unsere Wahrnehmung (nicht immer unverzerrt), unsere Wahrnehmung unserer Erleben, aber über unser Handeln schaffen wir (und reproduzieren teilweise gewollt oder ungewollt) die Realität, weil es durch das erlebte beeinflusst wird.

Das heißt nicht, dass alles immer direkt 1:1 von außen nach innen und von innen nach außen geht. Wir können bewusst, und das habe ich auch in der Skills-Anleitung gefunden, *entgegengesetzt* handeln.

Man kann aus Vorsicht erstmal die Kindersexpuppen verbieten, aber es darf doch nicht da stehen bleiben. Es geht um die psychosozialen Faktoren, die wir insgesamt in Richtung eines gesunden Umgangs mit dem Selbst, den Mitmenschen und dem Miteinander lenken müssen.
Ahlers: Die Kernfunktion von Sexualität in Beziehungen liegt eben nicht in der Erregung und nicht in der Fortpflanzung, sondern in der Möglichkeit, sich mit einem anderen Menschen auch körperlich wechselseitig psychosoziale Grundbedürfnisse zu erfüllen, das Gefühl, zu bekommen, okay zu sein, gemocht zu werden, geborgen zu sein. Indem wir uns gegenseitig anfassen, geben wir uns körpersprachlich zu verstehen: Du bist in Ordnung, so, wie du bist, und dich will ich haben.
Das empfinde ich sehr stark und habe das auch stark in meiner Vorstellung einer imaginären Freundin explizit, oft real nicht und empfinde es als hemmend und frustrierend. Andererseits muss ich auch zugeben dass meine Parterin bei mir darunter leiden könnte, nicht in der Berührung oder beim Sex aber im alltäglichen Umgang, was sich dann auf die sexuelle Situation und ihre Wahrnehmung überträgt.

Wenn und solange ein Bedürfnis besteht, das nur Kindersexpuppen erfüllen können, sollte es letztlich möglich sein zugunsten der Betroffenen, und gleichzeitig das Bewusstsein geschaffen und gestärkt werden, dass Kinder dies in der Form eben nicht können. Möglicherweise verschwindet das Bedürfnis, etwas mit Kindersexpuppen zu erleben auch, wenn die zugrundeliegenden Motive erkannt und verstanden und/oder anderweitig (nicht mit Kindern) erfüllt werden. Wie z.B. bei jemandem, der sich Partner sucht, die bestimmten Faktoren entsprechen, weil er oder sie glaubt das zu brauchen, wenn dies aber durchbrochen wird, kann auch die Partnerwahl letztlich gesünder getroffen werden.

Ich hoffe deswegen, dass das Verbot nicht einfach auf zu großen Druck hin aufgehoben wird, sondern auf Basis von Erkenntnissen und begleitet von einer ganzheitlichen sozialen Bewältigungs- und Verbesserungsstrategie.

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Caspar Ibichei
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Beitrag von Caspar Ibichei »

Mascha hat geschrieben:
So 14. Mär 2021, 00:43
... führen nicht ursächlich dazu, sondern sie verstärken das, was schon da ist.
...
... Wenn jemand Missbrauch verharmlost, ... könnte schon die Gefahr größer werden,
Da stimme ich dir voll zu.
Es ist das, was mir dabei auch Bauchschmerzen macht.

Ich gehe von meiner eigenen Perspektive aus.
Für mich sind diese Puppen nichts, eben weil sie nur Puppen sind. Das Leben, das Wesen darin fehlt. Und genau das ist eigentlich das, wonach ich suche.

Wie überall im Leben hat hier das dissozialen Verhalten einiger Weniger eine große Wirkung auf das Handeln Vieler.
Es werden Gesetze erlassen, um das Wohlergehen von ein paar (wichtigen!) Menschen zu sichern. Das finde ich gut.
Gleichzeitig bringt diese Regierung diese Gesetze ganz offensichtlich mit einer größeren Anzahl pädophil empfindender Menschen in Verbindung.
Und das finde ich äußerst bedenklich.
Georg, >60 ● Präferenz: wbl 8-12, mnl 6-10 caspar-ibichei@gmx.de
„Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.“ (Che Guevara)

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