Pädophilie: Therapierbar?

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Re: Pädophilie: Therapierbar?

von Mano » Do 20. Jan 2022, 06:22

Frank_Denker hat geschrieben:
Mi 19. Jan 2022, 13:03
...diese Sexualpräferenz - unveränderbar und somit auch nicht therapierbar ist.
Ich glaube da liegt der grosse Irrtum bei der Gesellschaft, wenn gefordert wird, dass sich Pädophile therapieren müssen, weil man kann wirklich nicht die Pädophilie therapieren sondern nur das Verhalten des Betroffenen, sofern das überhaupt notwendig ist. Das hatten wir früher schon mal hier, dass eine Userin der Meinung war, dass alle Pädophile eine Therapie brauchen damit sie dann "Gesellschaftsfähig" sind. Diese Denkweise ist für mich ein klares Zeichen, dass Menschen welche so etwas fordern, von unserer Sexualität nicht viel Ahnung haben und die Pädophilen mit den Missbrauchstäter verwechseln.

Re: Pädophilie: Therapierbar?

von Mitleser » Mi 19. Jan 2022, 16:37

Sollte es für ein Selbsthilfeforum nicht auch das Ziel sein, den Usern Beispiele zu zeigen, wie es jemand geschafft hat, positiv mit seiner Neigung umzugehen? Mit Bestimmtheit zu sagen, das er keine Probleme hat, sondern eigentlich ganz gut leben kann? Es ist ja schön, wenn die Leute hier sensibel reagieren, feinfühlig auf andere eingehen und ihr Mitgefühl ausdrücken, aber wenn man wirklich jemandem helfen möchte, reicht das leider nicht aus. Oft wird hier vorgeschlagen, man möge sich therapeutische Hilfe suchen, das ist für sich genommen ja auch kein Problem, aber unter Selbsthilfe verstehe ich etwas anderes, als zu jemandem hinzugehen und um Hilfe zu bitten. Man muss auch Wege aufzeigen, wie man aus eigener Kraft aus einer desolaten Lage herauskommen kann und Mut machen, sich einfach mal aufzuraffen und Dinge anzupacken. Ohne Erfolgserlebnisse wird das nicht klappen, also muss man erklären, wie man es geschafft hat, solche zu bekommen, und was man damit erreichen kann.

Re: Pädophilie: Therapierbar?

von Frank_Denker » Mi 19. Jan 2022, 13:03

Mano hat geschrieben:
Di 18. Jan 2022, 12:18
...
Dune hat geschrieben:
Di 18. Jan 2022, 19:14
...
Nachdem ich mir den ganzen Thread und ab Seite 3 jeden Beitrag auch mehrfach durchgelesen habe, kann ich noch immer nicht nachvollziehen, wie man zu den oben nicht zitierten Schlussfolgerungen kommen kann.
Da wohl doch erkennbar ist, dass
Caspar Ibichei hat geschrieben:
Mo 17. Jan 2022, 21:01
Und es scheint mir Frank sehr wichtig zu sein, dem Anderen die Freiheiten der eigenen Meinungen zu lassen.
Er macht bei seiner Schreibweise Angebote, die niemand annehmen muss, sich aber jeder sein passendes Teil raussuchen kann.
und weiterhin ganz richtig ist, dass
DoppelM hat geschrieben:
Mo 17. Jan 2022, 21:20
Was der Leser des Beitrags daraus macht, was er dabei empfindet, kann der Schreiber des Beitrags nicht vorher sehen.
...
Der Schreiber hat [...] keinen Einfluss darauf, egal wie dieser den Beitrag schreibt.
lasse ich es einfach mal dabei bewenden.
__________________________________

Es geht hier im Thread doch um die Frage, ob Pädophilie therapierbar ist.
Ich hoffe, die TE-in hat inzwischen nicht nur einen Freiwilligen gefunden, um ihre Fragen beantwortet zu bekommen. Was ihr dabei sicherlich bewusst werden wird ist, dass Pädophilie - also diese Sexualpräferenz - unveränderbar und somit auch nicht therapierbar ist.
Wobei Therapien helfen können, ist den Umgang und das Leben mit den eigenen pädophilen Empfindungen so zu verbessern, dass der "Betroffene" diese Gefühle nicht mehr als belastend und/oder Lebens-bestimmend empfindet.
(Wichtig! Ich rede von bestimmend! Lebens-beeinflussend bleiben diese Gefühle immer! So zumindest meine Erfahrungen.)

Bei der Wahl der richtigen Therapie wiederum gibt es die unterschiedlichsten Ansichten. Während die einen einzig professionelle Therapien als die Geeigneten ansehen, bei denen ausgebildete Psychotherapeuten das "Zepter" in die Hand nehmen, gibt es andere, die einzig Selbsthilfe unter Pädophilen als geeignet sehen. Ich habe für meine Therapie (welche ich wahrscheinlich nie als abgeschlossen betrachten werde) die Methode gewählt, viel zu recherchieren, Gedanken auszutauschen und anhand der daraus gewonnenen Erkenntnisse meine eigenen Denk- und Handlungsweisen immer wieder zu hinterfragen. Das bedeutet, dass ich diese Bereitschaft aufbringe zu prüfen und ggf. zu ändern, was ich vielleicht bisher als richtig gesehen habe.
Ich bin auch der Ansicht, dass ohne diese Bereitschaft zu akzeptieren, dass man selbst vielleicht in seinem eigenen Denken völlig falsch liegen könnte, jede Art von Therapie scheitern wird.
Mit einer Herangehensweise nach dem Motto "...sage mir, wie es besser geht, aber nur so, dass ich selbst nichts ändern muss..." braucht man nicht erwarten, dass die Therapie eine Verbesserung bringt.
Ein weiterer Grund für das Scheitern jeglicher Hilfsangebote ist, wenn der Hilfesuchende zu dem Schluss kommt, dass der Helfende (Therapeut?) gar nicht das Recht hat, irgend eine Meinung zu äußern, weil er selbst gar nicht betroffen ist und deshalb gar nicht wissen kann, wie es einem geht. Wenn man schon aus vielleicht irgendwelchen persönlichen Gründen den Menschen ablehnt, der einem vielleicht sogar noch unangenehme Dinge sagt (schließlich weiß man ja selbst, was richtig ist...), dann sind alle Gespräche zum Scheitern verurteilt. Solange man nur das hören will, was einem selbst gefällt, wird man aus den Denkstrukturen, die einen aktuell am Weiterkommen hindern, niemals ausbrechen.

Unter Berücksichtigung des Vorgenannten sehe ich die Grenzen von Online-Foren bei der therapeutischen Arbeit. Gerade in solchen Selbsthilfe-Foren, bei denen zwischen Frage/Meinungsäußerung und Antwort immer eine gewisse Zeit liegt, ist es kontraproduktiv, wenn sich einzelne als diejenigen sehen, die immer die passenden Antworten haben, die sich selbst nie in Frage stellen und dabei vergessen, dass es auch andere Sichtweisen gibt - bzw. diese Sichtweisen sogar zu unterdrücken versuchen.
Traurigerweise ist das sogar gesellschaftbedingt erklärbar, denn wir leben leider in einer Zeit, in welcher schon ein kleines Zögern, ein kleines Differenzieren als Schwäche ausgelegt wird. Man muss immer der Erste sein, weil der Zweite schon der erste Verlierer ist... :(
(aber ich schweife ab...)
Onlineforen können tatsächlich nur denen helfen, die mit der offenen Bereitschaft lesen und schreiben, die eigenen Ansichten jederzeit zu überdenken und ggf. auch umzukrempeln. Die sich am Forenleben beteiligen, ohne anderen das Recht abzusprechen, andere Ansichten und Erfahrungen zu haben, und die sachlich und ohne Unterstellungen mögliche Missverständnisse ansprechen und Ergebnis-offen zu klären versuchen.
Onlineforen, die sich nur dazu verstehen, sich gegenseitig in gleichen Meinungen zu bestätigen, bringen niemandem etwas, der in seinem Leben wirklich etwas verändern will.

Ja.
Wenn ich alle meine jüngeren und auch die älteren Erfahrungen betrachte, so halte ich es für extrem wichtig, dass sich Pädophile Hilfe suchen, wenn sie Probleme mit ihren Gefühlen haben. Ich halte es aber auch für sehr wichtig, dass auch diese Pädo, welche ihren Weg mit der Neigung gefunden haben, die eigenen Gedanken immer mal wieder auf den Prüfstand stellen und mit anderen austauschen.
Das ist Therapie. Genau genommen ist das ganze Leben Therapie...
Ob dieses nun professionell geführt wird oder, oder, ...oder ob man anonyme Selbsthilfe-Online-Foren dafür nutzt, ist dabei m.M.n. nebensächlich.
Wobei ich inzwischen die Teilnahme an Onlineforen nur noch denjenigen empfehle, die wirklich bereit sind zu eigenen Veränderungen.

Also ja:
Der Umgang mit der (eigenen?) Pädophilie ist therapierbar.

Gruß
Frank Denker

Re: Pädophilie: Therapierbar?

von Dune » Di 18. Jan 2022, 19:14

Natürlich schreibt jeder Mensch einen Beitrag aus der eigenen Sicht, alles andere wäre ja auch gar nicht möglich.

So wie Mano bereits gut dargestellt hat, befinden wir uns hier aber in einem Selbsthilfeforum zu einem sehr sensiblen Thema. Ich halte es daher für ratsam, sich zu überlegen, ob man die Saiten des Klaviers nicht etwas feinfühliger anstimmen könnte.

Diese Feinfühligkeit, die meiner Meinung nach auch eine gewisse Offenheit für andere Perspektiven als die eigene beinhaltet, haben ich und andere bei Frank Denkers Beitrag vermisst und ich finde es durchaus angemessen, ihm das als Feedback mit auf seinen Weg geben zu dürfen.

Man kann das anders sehen. Menschen sind verschieden.

Re: Pädophilie: Therapierbar?

von DoppelM » Di 18. Jan 2022, 12:49

Mano, ich denke die Problematik ist hierbei aber, das nicht jeder weiß wie ein Leser des Beitrags diesen Emotional und Inhaltlich aufnimmt.

Für den einen mag ein Beitrag anmaßend und Respektlos sein, für den anderen ist der selbe Beitrag rein informativ.

Dein Beispiel mit dem Klavier ist sehr gut getroffen.
Dem einen mag die Musik des Spielers gefallen, der andere kann wiederum gar nichts mit der Art Musik anfangen und widerum andere reagieren Emotional auf diese Musik. Man kann es als Schreiber eines Beitrags nie jedem recht machen und auch es zu versuchen geht am Ende nur auf Kosten der Authentizität und des Inhalts.

Re: Pädophilie: Therapierbar?

von Mano » Di 18. Jan 2022, 12:18

Caspar Ibichei hat geschrieben:
Mo 17. Jan 2022, 21:01
Da verstehe ich Frank aber etwas anders.
Ein Forum wie GSA, GLF oder sonst eines ist wie ein großer Konzertsaal mit unzähligen Zuschauern und Mitwirkenden. Im Raum steht ein Klavier und jeder darf darauf spielen. Fakt ist und bleibt,

DER TON MACHT DIE MUSIK

Man kann auf diesen Tasten einfach herumhauen dass es jeder hören muss, wo du sagst wow geil hört es sich an und ich sage es schmerzt in meinen Ohren. Nicht jeder am Klavier darf immer einen Applaus erwarten, wenn sein Ton die andern nicht so erreicht hat wie er sich das vorgestellt hat.
Man kann die Tasten aber auch etwas feinfühliger drücken, damit es auch die erreicht welche etwas sensiblere Ohren haben, vielleicht weil ihre Ohren durch ihre Vergangenheit oder jetzige Situation heikler geworden sind.
Es spielt keine Rolle was man auf diesem Klavier spielt, es ist entscheidend wie man es spielt.

Re: Pädophilie: Therapierbar?

von Mitleser » Mo 17. Jan 2022, 21:33

So sehe ich das auch; Frank hat die Sache aus seiner Sicht geschildert, über seine Erfahrungen berichtet, und somit Einblicke gegeben, wie er mit seiner Neigung umgeht, und auf welchem Weg er einen Umgang damit gefunden hat. Was andere daraus machen, ist ihnen selbst überlassen, aber es liegt nun einmal in der Natur der Dinge, dass so ein beispielhafter, persönlicher Erfahrungsbericht sich eben um diese Person dreht - der diesbezügliche Vorwurf geht also ins Leere. Es gibt eben keine Universallösung, den ultimativen Weg zum Glücklichsein, das muss eben jeder für sich selbst herausfinden, egal, ob man nun auch etwas für Erwachsene empfindet oder nicht. Ersteres macht die Sache nicht zwangsläufig leichter, und letztendlich ist das, was man sich am sehnlichsten wünscht, womöglich genauso unerreichbar.

Re: Pädophilie: Therapierbar?

von DoppelM » Mo 17. Jan 2022, 21:20

Ist es nicht so das jeder Beitrag von jedem Nutzer nur die Ansichten und Meinungen des jeweiligen Nutzers wiedergeben?

Selbst wenn der Nutzer über Personengruppen usw. schreibt und oder sich einer solchen Zuordnet bedeutet es ja nicht das er eventuell Respektlos ist oder sein Beitrag als pauschale Lösung verstanden werden soll.
Der Nutzer schreibt nur seine eigenen Gedanken, seinen eigenen Umgang mit seiner eigenen Situation auf.

Was der Leser des Beitrags daraus macht, was er dabei empfindet, kann der Schreiber des Beitrags nicht vorher sehen.

Caspar Ibichei hat daher recht

Jeder Schreiber macht dem Leser ein Angebot.
Was der Leser aus dem Angebot für sich selbst herausnehmen kann und will ist Sache des Lesers.
Der Schreiber hat aber keinen Einfluss darauf, egal wie dieser den Beitrag schreibt.

Re: Pädophilie: Therapierbar?

von Caspar Ibichei » Mo 17. Jan 2022, 21:01

Dune hat geschrieben:
Mo 17. Jan 2022, 20:08
...dass sich deine Texte hauptsächlich um dich drehen ...
Da verstehe ich Frank aber etwas anders.
Wenn ich über mich rede, unterstelle ich anderen nicht meine Gefühle, meine Gedanken, dränge sie nicht auf meine Lösungen.
Ich sage nicht "Du solltest ...", sondern biete an meine Gedanken einmal nachzuverfolgen und Teile davon evtl. in eigene Gedanken (und Meinungen) einfließen zu lassen.

Und es scheint mir Frank sehr wichtig zu sein, dem Anderen die Freiheiten der eigenen Meinungen zu lassen.
Er macht bei seiner Schreibweise Angebote, die niemand annehmen muss, sich aber jeder sein passendes Teil raussuchen kann.

Re: Pädophilie: Therapierbar?

von Dune » Mo 17. Jan 2022, 20:08

Frank_Denker hat geschrieben:
Mo 17. Jan 2022, 12:46
besonders belastend empfinde ich es, wenn es immer wieder meine Texte betrifft.
Vielleicht liegt es daran, dass sich deine Texte hauptsächlich um dich drehen und du wenig Interesse daran zu haben scheinst, was andere Menschen schreiben.

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