Asexualität und Pädophilie

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Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: Asexualität und Pädophilie

Re: Asexualität und Pädophilie

von nivvin » Di 23. Mär 2021, 16:03

kannst du mal bitte aufhören, asexualität zu hinterfragen? Oder weißt du besser was das ist, als die 134.000 betroffenen?

Doch, Mastubieren ist Sexualität. Sogar DER Sex. Für Asexuelle.

Re: Asexualität und Pädophilie

von curious » Di 23. Mär 2021, 00:15

nivvin hat geschrieben:
Mo 22. Mär 2021, 19:59
Viele, die sich nicht auskennen, denken leider dass Asexuelle gar kein interesse an Sexualität haben.
... und eigentlich möchte ich auch keinen penetrativen Sex mehr versuchen, höchstens zusammen onanieren, streicheln etc.
... es gäbe noch hoffnung. Schließlich onaniere ich ja zwei mal täglich, da kann ich ja nicht asexuell sein.... :|


Demnach wäre Masturbation keine Sexualität - absurd :-)

Re: Asexualität und Pädophilie

von nivvin » Mo 22. Mär 2021, 21:48

Hallo Mitleser :)

Bei der Definition von Asexualität geht es nicht um penetrativen Sex, sondern um jegliche sexuelle Handlung, also auch streicheln der Genitalien und Petting. Also eigentlich alles, was die meisten nicht-asexuellen als erregend bzw sexuelle Handlung bezeichnen würden!

Aber schön, dass du eher so "unschuldige" wünsche und fantasien hast. Das ist bestimmt leichter zu ertragen als wenn sich jemand zb harten, wilden Sex fantasiert und weiß, dass das niemals auch nur im entferntesten passieren wird...

Re: Asexualität und Pädophilie

von Mitleser » Mo 22. Mär 2021, 21:14

Rein nach der oben genannten Definition könnte ich mich auch als "asexuell" bezeichnen, denn ich habe eigentlich kein Wunsch nach "Sex" (im Sinne von "Geschlechtsverkehr"), ganz unabhängig von rechtlichen und moralischen Aspekten. Ich wünsche mir durchaus Zärtlichkeiten mit einem Mädchen, also Streicheleinheiten, Küsse, "Petting" im weitesten Sinne, jedoch keine Penetration und dergleichen (möglicherweise bin ich diesbezüglich auch zu sehr Realist, um mich der Illusion hinzugeben, dass dies bei einem Mädchen im von mir präferierten Altersbereich überhaupt möglich ist ;) ). Ob das von mir Gewünschte nun als "Sex" zählt oder nicht, hängt wohl hauptsächlich von der Definition ab, welche die betreffende Person darüber hat. Auch ich habe einen Fetisch, welcher in meiner Fantasie eine wichtige Rolle spielt, dies mag mit dazu beitragen, warum "Sex" als solcher eben eher unwichtig ist. Ob es nun der alleinige Grund dafür ist, so zu fühlen, weiß ich aber nicht.

Re: Asexualität und Pädophilie

von nivvin » Mo 22. Mär 2021, 19:59

Aber nach deiner obigen Definition würde es passen.
Wie gesagt, dass ich nicht "meine" Definition. Sondern die Definition des weltweit größten Netzwerks zu Asexualität. Wer sollte besser definieren können, was Asexualität ist, als jene die betroffen sind?

Viele, die sich nicht auskennen, denken leider dass Asexuelle gar kein interesse an Sexualität haben. Leider ist auch das ein blödes Stigma, was dazu führt dass Asexuelle, welche sich outen, nicht ernst genommen werden. Habe ich selbst bei meinem Partner so erlebt. Seit Jahren versuchen wir irgendwie ein Sexleben zu entdecken, dass auch mir Spaß macht. Mit meinem Outing wollte ich ihm sagen: Ich bin mir relativ sicher, dass ich asexuell bin, weshalb ich nicht glaube dass es mit unserem Sex je besser wird und eigentlich möchte ich auch keinen penetrativen Sex mehr versuchen, höchstens zusammen onanieren, streicheln etc.
Für ihn ist das eine wichtige Information, er muss entscheiden, ob er sich damit abfinden kann dass unsere Sexualität vllt irgendwann bei null sein wird oder zumindest nicht spannender wird. Aber er glaubt mir nicht, dass ich asexuell bin, er denkt das problem sei ein anderes, es gäbe noch hoffnung. Schließlich onaniere ich ja zwei mal täglich, da kann ich ja nicht asexuell sein.... :|

Mal als kleiner Beitrag am Rande....
Mich würde generell mal interessieren, wie das bei den meisten hier ist. Wollt ihr Sex? Also wünscht ihr euch das ganz wirklich und physisch auch in der echten Welt und lasst es nur bleiben, weil es ethisch nicht vertretbar ist, oder ist der Gedanke daran in der Realität auch für euch kaum bis gar nicht interessant?
Das würde auch mich mal sehr interessieren!

Also würdest du sagen, wenn nun ein Junge den du sehr gern hast, eine sexuelle Handlung mit dir wollen würde, hättest du nicht einmal das Bedürfnis dich darauf einzulassen? Unabhängig davon, dass es natürlich problematisch, illegal etc wäre

Re: Asexualität und Pädophilie

von Danny » Mo 22. Mär 2021, 19:42

"Mich würde generell mal interessieren, wie das bei den meisten hier ist. Wollt ihr Sex? Also wünscht ihr euch das ganz wirklich und physisch auch in der echten Welt und lasst es nur bleiben, weil es ethisch nicht vertretbar ist, oder ist der Gedanke daran in der Realität auch für euch kaum bis gar nicht interessant?"

Ich finde das eine sehr wichtige Frage. Mich würde das auch interessieren. Gerade weil viele in der Gesellschaft/Medien Pädophilie mit Sex und Kindesmissbrauch gleichsetzten.

Re: Asexualität und Pädophilie

von nusek » Mo 22. Mär 2021, 18:23

Nach der obigen Definition könnte man mich wohl als asexuell bezeichnen. Ich habe kein Bedürfnis nach realem Sex. Auch in meiner Fantasie spielt dieser nur recht selten eine Rolle. Und hinzu kommt, dass ich damit auch in der Fantasie erstmal warm werden musste, als ich in meiner Jugend experimentierte, um diesen Drang im Schritt loszuwerden ;) Ich würde mich dabei als kern- und homopädophil bezeichnen. Ich finde Jungs toll, interessant und spannend, facettenreich, zum Niederknien schön und sie um mich zu haben erfüllt mich. Aber Sex? Nö, eigentlich nicht so. Der Gedanke daran kommt mir im Alltag nicht und wenn ich es mir vorstelle, merke ich, dass ich es auch nicht zwangsläufig haben muss. Mich würde generell mal interessieren, wie das bei den meisten hier ist. Wollt ihr Sex? Also wünscht ihr euch das ganz wirklich und physisch auch in der echten Welt und lasst es nur bleiben, weil es ethisch nicht vertretbar ist, oder ist der Gedanke daran in der Realität auch für euch kaum bis gar nicht interessant?

Was bei mir aber noch hinzukommt, ist ein Fetisch, der mit starken sexuellen Gefühlen belegt sein kann, je nach Ausprägung des individuellen "Reizobjektes". Rein von der Natur der Sache her (der Körperteil ist auch bei einem Erwachsenen sicher nicht unbedingt für klassischen Sex geeignet), sind meine Fantasien dabei aber ebenfalls in der Regel nicht auf Geschlechtsverkehr fokussiert. Einige sind sogar so abstrakt, dass ein Außenstehender sie wahrscheinlich nicht einmal als Sexfantasien erkennen würde, würde man sie ihm erzählen. Also wer weiß. Vielleicht kann man das als Asexualität bezeichnen. Vielleicht auch nicht. Hab so noch nicht drüber nachgedacht, weil ich ja eben auch Fantasien und sexuelle Gefühle habe. Aber nach deiner obigen Definition würde es passen.

Re: Asexualität und Pädophilie

von nivvin » Mo 22. Mär 2021, 14:39

Ich finde, wenn Du sexuelle Gedanken hast, dann bist Du nicht asexuell.
Zum Glück ist das keine Meinungssache.

In der englischsprachigen Online-communitiy für Asexualität namens Aven wird Asexualität wie folgt definiert: (die Community hat aktuell 134.000 Mitglieder, wird also wohl aussagekräftig sein...)

What is asexuality?
there's two general definitions that are used.

- Someone who does not experience sexual attraction to any gender.
- Someone who has no desire for partnered sex.
It's safe to say, that as long as your definition fits under one of these two categories, you can call yourself asexual.

What doesn't affect your (a)sexuality
- Whether or not you're sex repulsed, sex positive, and/or sex neutral
- Whether or not you masturbate
- How often you may masturbate
- Whether or not you consume pornography
- Whether or not you consume in or create erotic pieces of work
- Whether or not you've had sex in the past
- Whether or not you are sexually active
- Your sex drive/libido
- If you have kinks or fetishes
- Your gender identity/expression
- whether you take hormonal therapy or have undergone sexual reassignment surgery
- Whether or not you have fantasies
- Whether you experience sensual, romantic, or aesthetic attraction
- Mental or Physical disorders
- Any medications you may take or have taken
- Whether or not you've been abused

Sprich: Asexualität sagt nur aus, dass man keine sexuelle Lust nach sexuellen Handlungen mit anderen verspürt und Sex einem "keinen Spaß" macht.

Wenn das also nicht der Hauptgrund ist, warum du seit 10 Jahren keinen Sex mehr hattest, dann bist du auch nicht asexuell.

Re: Asexualität und Pädophilie

von curious » Mo 22. Mär 2021, 04:31

Ich finde, wenn Du sexuelle Gedanken hast, dann bist Du nicht asexuell.
Nur Fantasien zu haben und Sex mit sich selbst, aber keinen realen Sex mit anderen, das ist bei mir seit 10 Jahren so,
aber ich weiss nicht, ob es einen Fachbegriff dafür gibt? ("Wichser", haha....).
Ich habe irgendwann gemerkt dass mich "Kindfrauen" extrem erregen (je flacher, je schmalere Hüften, desto mehr),
Und dann entwickelten sich die Fantasien immer jünger. Ich habe keinen körperlichen Sex mit anderen mehr seitdem ich diese Fantasien habe.

Re: Asexualität und Pädophilie

von Caspar Ibichei » So 21. Mär 2021, 22:57

nivvin hat geschrieben:
So 21. Mär 2021, 14:23
Gibt es hier jemanden, ...
Hm, dazu gehöre ich nicht.
nivvin hat geschrieben:
So 21. Mär 2021, 14:23
Und was sagt ihr allgemein zum Thema Asexualiät in Verbindung mit Pädophilie? :)
Hat jemand Erfahrungen damit?
Und an den Erfahrungen fehlt es mir auch.

Also hätte ich hier eigentlich gar nichts zu sagen.
Doch die beiden Folgebeiträge ...

Ich kann verstehen, und mir selbst geht es zeitweise auch so, dass man einfach wissen möchte, woran man mit sich selber ist.
Aber unterm Strich zählt doch, wie du dich mit dir selber fühlst.
Fühlst du dich in deinem Kern wohl, ist es doch fast egal wie andere Menschen dieses Wohlgefühl betiteln.
Fühlst du dich nicht wohl, hilft es nicht weiter ob die Menschen dich nun als asexuell oder als pädophil bezeichnen.
Letztlich sind Begriffe aber nur Instrumente, um das Chaos dieser Welt in eine für Menschen hilfreiche „Ordnung“ zu bringen und so unsere Ohnmacht zu verringern bzw. eine Illusion von Kontrollierbarkeit zu erzeugen.

(Herbert Mück)

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