Liebespuppen mit kindlichem Aussehen

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Mascha
Beiträge: 2726
Registriert: Sa 6. Mai 2017, 07:55

Beitrag von Mascha »

Ich halte es so wie Dune und Markus für wichtig hier gegenzusteuern, v.a. im Sinne der psychischen Gesundheit von Forenmitgliedern.

Es passiert leicht, dass man, wenn man den Fokus über eine längere Zeit nur auf eine bestimmte Sache richtet, diese vermehrt und vergrößert wahrnimmt.

Wenn diese Sache, die man intensiv betrachtet und zu der man regelmäßgi Recherchen macht auch noch eine Diskriminierung ist, von der man selbst betroffen ist, kann das zu einem Tunnelblick führen, der kaum noch etwas anderes wahrnehmen lässt und der sehr negativ auf die eigene Befindlichkeit wirkt.

Es kann zu dem Gefühl kommen, dass alle gegen einen sind, dass die ganze Welt feindlich ist, letztlich würde man auch anfällig für Verschwörungsgedanken und man fiele in eine Opferrolle von der aus man weniger handlungsfähig ist und das Leben kaum noch genießen kann.

Man kann dem emotionalen Zusatnd, der daraus folgt eine ganze Reihe Diagnosen geben - von Depression über Angststörung bis Paranoia, und das gechieht ja in der Regel auch, wenn pädophil empfindende Menschen zum Psychiater gehen.
Ich selbst bin aus wie ich finde guten Gründen nicht so Fan von "Diagnosen" sondern vom systemischen Blick und denke etwas, was in einem bestimmten System durch benennbare Faktoren (hohe Stigmatisierung der Gruppe der man angehört, eigene Diskriminierungserfahrungen, langanhaltende starke Beschäftigung mit der Thematik, kaum Gegenerfahrungen...) entstanden ist, kann man duch Änderung dieser Faktoren auch wieder rückgängig machen.

Also:
- freundliche Umgebung schaffen: Menschen finden, die nicht stigmatisieren, weil sie entweder selbst betroffen sind oder mit der Thematik gut umgehen können (dafür ist z.B. GSA ein guter Ort: es werden auch immer mehr Angehörige, die anders ticken als der feindlich gesinnte Mainstream)
- Selbstwirksamkeit erhöhen: erlebbar machen, dass Einstellungen sich ändern können (z.B. durch gelungene Outings, durch Aufklärungsarbeit in Kooperation mit wohlmeinenden Journalist*innen etc.); dafür gibt es hier und anderswo mittlerweile viele gute Beispiele
- gezielt auch nach hoffnungsvollen Zeichen suchen. Es gibt sie und man findet sie wenn man danach sucht.

Ich meine damit nicht, in die völlige Verdrängung zu gehen oder sich etwas Schönzureden. Ich halte es für wichtig, zu beobachten, was passiert, um reagieren zu können und bin Sirius &Co sehr dankbar, für die kontinuierliche Medienrecherche und die gut aufgearbeiteten texte dazu.
Was ich meine ist bei alle dem Belastenden und traurig oder wütend machenden zu versuchen, die Balance zu wahren zwischen der Wahrnehmung positiver und negativer Dinge, um nicht in die Opferrolle zu fallen oder in haltlose Übertreibungen.
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Mitleser
Beiträge: 1016
Registriert: Mi 23. Jan 2019, 20:19

Beitrag von Mitleser »

Sirius Ly hatte sicher nicht die Absicht, hier eine umfangreiche Diskussion zum Thema "demokratischer Rechtsstaat" zu beginnen, aber ich denke auch, dass kritische Anmerkungen erlaubt und auch willkommen sein müssen. Genau diese Möglichkeit zeichnet nämlich einen demokratischen Rechtsstaat aus.
Zuletzt geändert von Mitleser am Sa 21. Jan 2023, 13:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Markus
SuH-Team
Beiträge: 668
Registriert: So 12. Dez 2021, 12:07
Wohnort: Deutschland

Beitrag von Markus »

Mitleser hat geschrieben: Sa 21. Jan 2023, 13:52 Genau diese Möglichkeit zeichnet nämlich einen demokratischen Rechtsstaat aus.
Da hast du vollkommen Recht, Mitleser. Diese Möglichkeit muss auch gewährleistet bleiben in unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Vonseiten der Moderation war lediglich beabsichtigt, zu verhindern, dass die Diskussion in ein Fahrwasser gelangt, in dem wir uns hier nicht mehr begeben.
Kochen, Musik genießen, Fotografieren :heart:
Mail: markus@suh-ev.de

Erinnern das ist vielleicht die qualvollste Art des Vergessens und vielleicht die freundlichste Art der Linderung dieser Qual. Erich Fried
Gast

Beitrag von Gast »

In Japan werden solche Puppen seit 2013 im staatlichen Krankenhaus in Kawasaki, Japan getestet. Sie haben ca. 15 solcher Puppen, welche für die Patienten mit Terminvergabe gereinigt und zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt wird vom Staat finanziert und die Laufzeit wurde seit 2013 immer um drei Jahre verlängert. Das komische ist, das es selbst in Australien die Möglichkeit gibt solche Puppen über einen Arzt angeordnet zu bekommen. Ein Privatgebrauch ist aber strafbar.

Finnland geht aktuell den gleichen Weg, wie Japan. Es ist zwar auch Privat legal, aber trotzdem wurden vor kurzem interne Studien gestartet, wo bereits bekannte und neue Patienten solch eine Puppe erhalten und dann befragt, untersucht werden etc. Zwar gab es auch früher solche Auswertungen, wenn die Patienten bspw. eine Privat hatten und dann darüber sprachen.

Deutschland bzw. die Regierung ist nicht gerade daran interessiert in diesem Fall evidenzbasiert vorzugehen.

Das Tabu findet im Übrigen dadurch statt das Menschen, die echten Missbrauch konsumieren, oder sich dafür aussprechen öffentlich ausgenommen und geächtet werden. Das ist in Amerika sehr gut zu beobachten.
akira

Beitrag von akira »

Zu den Puppen gibt noch weitere wissenschaftliche Erkenntnisse, weshalb ich manchen Spekulationen hier nicht ganz folgen kann.
Sirius hatte bereits auf diese Studie hingewiesen.

Craig A. Harper, Rebecca Lievesley
"Exploring the Ownership of Child‐Like Sex Dolls"
https://doi.org/10.1007/s10508-022-02422-4

"In this work, we have not found any evidence that those who own child-like dolls are at an increased risk for sexual offending against children."

Und:

"Conclusions
In this study, we have presented what we believe to be the first empirical study into the psychological and risk-related constructs associated with the ownership of child-like sex dolls. In contrast to moralistic publications citing the potential risks of such dolls in related to child sexual abuse (Chatterjee, 2020; Danaher, 2017, 2019; Strikwerda, 2017), we found evidence for their functional use. In light of this, we hope that those working in psychological and sex science can launch systematic studies that explore how to best support MAPs in their search for safe sexual outlets, with ultimate aims of improving levels of mental health in this population and, subsequent to this, the prevention of the sexual abuse of children."
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