Mein erster Sohn hatte es verdammt schwer, das weiß ich heute. nachdem was ich erlebte (nicht nur durch den Missbrauch) musste er unter meiner Liebe sehr leiden! Ich war die typische Glucke... habe ihn an mich gebunden, dachte das ihm niemand etwas besseres geben kann als ich und habe ihn häufig mit meiner Liebe erdrückt, so denke ich.


Bei den anderen drei Kindern ist es mir dann besser gelungen.
Kinder sind ein Geschenk. Mein Mann und ich geben alles was wir können und wir drehen uns mit ihnen gemeinsam um diese Welt. Wir drehen uns nicht nur um sie. (Das lernte ich) Ab 20.00 Uhr werden wir zum Kinderschreck. Genug ist dann einfach genug. Dadurch das wir zwei hochbegabte Kinder haben (solche Kinder haben kein Schlafbedürfnis) haben wir eigentlich auch dann noch keine Ruhe, aber wir fordern unseren Freiraum als Eltern und auch als Paar.
Wie ich am Ende Kinder sehe, was ich für sie empfinde, möchte ich dir mit einem Zitat sagen:
"An den erwachsenen Leser:
Ihr sagt: `Der Umgang mit Kindern ermüdet uns.´
Ihr habt recht. `Denn wir müssen zu ihrer Begriffswelt hinuntersteigen.
Hinuntersteigen, uns herabneigen, kleiner machen.´
Ihr irrt Euch.
Nicht das ermüdet uns.
Sondern dass wir zu ihren Gefühlen emporklimmen müssen.
Emporklimmen, uns ausstrecken,
auf die Zehenspitzen stellen, hinlangen,
um nicht zu verletzen."
(Janusz Korczak.)