Wenn präpubertäre Mädchen sich sexuell an andere Mädchen adressieren

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Monte

Wenn präpubertäre Mädchen sich sexuell an andere Mädchen adressieren

Beitrag von Monte »

In Lancaster County, einer Gegend im Bundesstaat Pennsylvania, wurden vier Mädchen aus ihrer Familie entfernt und in Pflegefamilien platziert, weil sie sich gewohnheitsmäßig an anderen Mädchen sexuell zu schaffen machten. Das älteste dieser Mädchen war jünger als 13, und alle vier waren seit ihrem vierten oder fünften Altersjahr regelmäßig von ihrem Großvater sexuell missbraucht worden.

Die Sozialarbeiterin, die die Kinder betreute, sagte vor Gericht aus, dass diese mit dem zu kämpfen hätten, was klinisch als „sexuell reaktives“ Verhalten bekannt sei. Sie verspürten einen unerwünschten Zwang, sich sexuell auf andere Kinder einzulassen. Dies sei der Grund, warum sie derzeit getrennt untergebracht sind und einer Therapie unterzogen werden.

Man entschied sich also für eine getrennte Platzierung, weil man so eher Chancen sah, dass die Mädchen von gegenseitiger sexueller Stimulierung ablassen würden und damit eher einer Therapie zugänglich werden. Das sollte die Mädchen auch davon abhalten, sich an weitere Kinder sexuell zu adressieren, was man offenbar befürchtete.

Dies mag soweit alles plausibel klingen. Trotzdem meine Frage, ob diese Maßnahme, die hart ins Leben jedes dieser vier Kinder einschneidet, unumgänglich war. Immerhin darf daran erinnert werden, dass diese Mädchen untereinander nur das taten, was in manchen Ländern (z.B. in der Schweiz) ausdrücklich straffrei ist, wenn der Altersunterschied zwischen den Kindern eine gewisse Anzahl Jahre nicht übersteigt. Dies lässt schon erkennen, dass man solchem Verhalten durchaus eine gewisse Normalität zuspricht.
Offenbar beurteilte man aber das Verhalten dieser Kinder als „nicht normal“ im klinischen Sinne. Einer der Journalisten schreibt von einem „ungewollten Zwang, sich sexuell auf andere Kinder einzulassen.“ Nun gut: Kommt Sexualität – gerade in dem Alter – nicht immer als Zwang daher? Wie ist das denn nun etwa mit dem häufigen Masturbieren in den beginnenden Teenage-Jahren? Ist das nicht auch zwanghaft? Zugegeben: diese Mädchen haben sich an andere Kinder adressiert. Aber wiederum: siehe oben (gesetzliche Regulierung in manchen Ländern).

Vielleicht spielt es auch eine Rolle, dass sich dieser ganze Fall in einem sehr speziellen Milieu ereignete, nämlich bei den Amish. Die Amish sind eine Wiedertäufergemeinschaft, die vor Jahrhunderten aus Deutschland und der Schweiz nach Nordamerika auswanderte. Sie sind extrem konservativ, lehnen moderne technische Hilfsmittel ab und haben eine
patriarchalische Struktur, aber auch einen sehr starken Zusammenhalt, der auch für rigide Normentreue sorgt. Es lässt sich vorstellen, dass der Gegensatz zwischen den für diese Mädchen gewohnten und zum Bedürfnis gewordenen Sexspielen einerseits und den extrem strengen Sexualnormen andererseits die Kinder vor besondere Probleme stellte. Hat man das Problem auch von dieser Seite her angeschaut?

Nebenbei: Interessant, dass hier Mädchen als „Täter“ auftreten. Fachleute und Feministinnen vertreten zwar seit längerem die Meinung, dass auch Frauen nicht so untätig sind, wie die Polizeistatistik vermuten lässt. Aber von Mädchen ist eigentlich kaum die Rede. Die Opferrolle in eigene Täterrolle umzusetzen, das wird doch eher als die typisch männliche Verarbeitung angesehen. Nur so lässt sich doch der gewaltige statistische Überhang männlicher Täter trotz viel größeren Opferzahlen bei den Mädchen erklären. Warum nun also dies hier? Unter welchen Randbedingungen werden auch Mädchen aktiv? Was weiß man hier noch nicht, oder verschweigt man uns?

P.S. Der 75jährige Smucker wurde Ende Januar 2020 zu 38 bis 76 Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte auf unschuldig plädiert und während der Verhandlungen geschwiegen.

[Mod: Quellennachweis: https://www.post-gazette.com/news/crime ... 2001240122]

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Caspar Ibichei
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Beitrag von Caspar Ibichei »

Hallo Monte,
wir halten deinen Beitrag für durchaus interessant. Er streift das Thema Pädophilie jedoch nur sehr am Rande.
Deswegen haben wir ihn anderen Lesern hier zur Verfügung gestellt.
Georg, >60 ● Präferenz: wbl 8-12, mnl 6-10 caspar-ibichei@gmx.de
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