Deutschlandfunk: "Trotz Pädophilie kein Täter werden"

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Buzz
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Re: Trotz Pädophilie kein Täter werden

Beitrag von Buzz »

Ex-Marco hat geschrieben:
So 4. Nov 2018, 00:03
Dann würde ich mir einen Therapeuten suchen, der auf dieses Problem (z.B. Depression, Trauma usw.) spezialisiert ist. Wenn die Probesitzungen erfolgreich waren und eine grundsätzliche Therapiebereitschaft (auf beiden Seiten) besteht, würde ich vorsichtig abchecken, wie die Therapeutin/der Therpeut zum Thema Pädophilie steht.
Das ist dann in 99% der Fälle bloße Zeitverschwendung, weil die alle keine fundierte Ausbildung in der Sache haben.
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Ex-Marco
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Beitrag von Ex-Marco »

Buzz hat geschrieben:
So 4. Nov 2018, 00:07
Ex-Marco hat geschrieben:
So 4. Nov 2018, 00:03
Dann würde ich mir einen Therapeuten suchen, der auf dieses Problem (z.B. Depression, Trauma usw.) spezialisiert ist. Wenn die Probesitzungen erfolgreich waren und eine grundsätzliche Therapiebereitschaft (auf beiden Seiten) besteht, würde ich vorsichtig abchecken, wie die Therapeutin/der Therpeut zum Thema Pädophilie steht.
Das ist dann in 99% der Fälle bloße Zeitverschwendung, weil die alle keine fundierte Ausbildung in der Sache haben.
Müssen sie ja auch nicht unbedingt, sofern die Pädophilie nicht im Mittelpunkt der Therapie stehen soll. Der Therapeut soll ja nur unbefangen und ohne Vorurteile damit umgehen können, wenn das Thema trotzdem mal zur Sprache kommt. Oder hab ich dein Anliegen falsch verstanden?

Grundsätzlich ist meine Erfahrung: Therapeuten, die auf mehrere Fachgebiete gleichzeitig spezialisiert sind, sind generell schwer zu finden, auch unabhängig vom Thema Pädophilie.
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Buzz
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Beitrag von Buzz »

Ex-Marco hat geschrieben:
So 4. Nov 2018, 00:16
Müssen sie ja auch nicht unbedingt, sofern die Pädophilie nicht im Mittelpunkt der Therapie stehen soll.
Jung ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung was im Mittelpunkt der Therapie stehen soll, ich hab einen Arsch voll Probleme durch mein eigenes sexuelles Trauma, den Missbrauch durch meine Mutter und bin jetzt selbst zwar nicht primär triebgesteuert pädophil (sprich für mich spielt SmK gar keine Rolle) aber eben doch Pädo. Dazu kommt das ich mit vererbeten Depressionen zu tun habe, was mich mal vermuten lässt das ein 08/15 Therapeut leicht überfordert sein könnte.
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Rubricappula
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Beitrag von Rubricappula »

Ich möchte dazu gerne sagen, dass ich schonmal eine Therapie bei einem Therapeuten (der nichts mit KTW oder anderen ähnlichen Einrichtungen zu tun hatte) gemacht habe wegen meiner anderen Probleme. Bei dem habe ich das Thema Pädophilie überhaupt das erste Mal, abgesehen von Freunden/Partnern gegenüber, zur Sprache gebracht. Der wusste damit glaube ich nicht viel anzufangen, hat mir ein paar Fragen gestellt (war mir ziemlich unangenehm, weil er viele Details wissen wollte), hat mich aber nicht dafür verurteilt. Er hat zu mir gesagt, solange ich bloß solche Fantasien und nicht das Bedürfnis habe diese umzusetzen und verstehe, warum ich genau das nicht tun sollte, ist alles gut. Es gibt denke ich also schon Therapeuten die damit relativ gelassen umgehen können und einen nicht sofort wegjagen. Allerdings habe ich das Thema erst sehr spät angesprochen und ich denke das ist auch der beste Weg. Erstmal einschätzen und kennenlernen.
weiblich, 25 | AoA: Jungs (ca. 1-7) Männer (ca. mein Alter)

Die Pädobärenbande: https://suh-ev.de/selbsthilfechat/index.html

...Es scheint mir, daß ein Mensch, bei dem allerbesten Willen, unsäglich viel Unheil anstiften kann, wenn er unbescheiden genug ist, denen nützen zu wollen, deren Geist und Wille ihm verborgen ist...
-Friedrich Nietzsche

Ex-Marco
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Beitrag von Ex-Marco »

Buzz hat geschrieben:
So 4. Nov 2018, 00:23
Jung ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung was im Mittelpunkt der Therapie stehen soll, ich hab einen Arsch voll Probleme durch mein eigenes sexuelles Trauma, den Missbrauch durch meine Mutter und bin jetzt selbst zwar nicht primär triebgesteuert pädophil (sprich für mich spielt SmK gar keine Rolle) aber eben doch Pädo. Dazu kommt das ich mit vererbeten Depressionen zu tun habe, was mich mal vermuten lässt das ein 08/15 Therapeut leicht überfordert sein könnte.
Wenn es dir darum geht, sollte es schon ein Therapeut sein, der sich mit Sexualtherapie und auch Traumatherapie auskennt. Jemand mit dieser Doppelqualifikation dürfte wohl tatsächlich nicht so einfach zu finden sein, das sehe ich auch als Problem.

Oder man splittet die Therapie gewissermaßen auf, so habe ich es gemacht. Du könntest dir zunächst einen Spezialisten für Sexualtherapie suchen, um das Thema Pädophilie zu bearbeiten. Wenn du einen guten und engagierten Therapeuten findet, könnte er dich nach einiger Zeit (wenn das Thema Pädophilie hinreichend bearbeitet ist) an einen Kollegen weitervermitteln, der sich mit Traumatherapie auskennt - und vielleicht auch für dich den Erstkontakt zu dem Kollegen herstellen, um die besondere Situation zu erklären.

Man muss in solchen Fällen immer ganz individuelle Lösungen suchen, ist meine Erfahrung.
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Buzz
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Beitrag von Buzz »

Der Sexualtherpeut den ich kennen gelernt habe ist Ahlers und der hat mir ehrlich gesagt gereicht. So ein kalter Fisch, genau so unmöglich wie sein Kollege Beier, aber das hatten wir heute schonmal.

Prinziepell hast du recht aber mir fehlt einfach die Zeit dafür. Ich hab in Deutschland immer mehr das Gefühl das hier kein Platz mehr zum Leben für mich ist. Vor zehn-fünfzehn Jahren konnte man hier auch als Pädo noch gut leben. Aber seitdem hat sich viel verändert, man wird einfach mit SmK Pädos in einen Topf geworfen und ist damit Hauptfeind hinter den IS-Vögeln. Ich werd mich noch ein paar Jahre durchbeißen und arbeiten und dann weg gehen.
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Ex-Marco
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Beitrag von Ex-Marco »

Kennst du denn irgendein Land auf der Welt, in dem Pädophile besser akzeptiert /weniger diskriminiert werden als hier? Dass das ein typisch deutsches Problem sein soll, kann ich mir nicht vorstellen.
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Buzz
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Beitrag von Buzz »

Ex-Marco hat geschrieben:
So 4. Nov 2018, 01:03
Kennst du denn irgendein Land auf der Welt, in dem Pädophile besser akzeptiert /weniger diskriminiert werden als hier?
Thailand war so ein Ort bevor es pädophile Sextouristen kaputt gemacht haben und nein es gibt kein Land wo es noch wesentlich besser ist, es gibt aber Länder wo Kinder mehr Freiheiten haben und Erwachsene andere Probleme. Dazu kommt das selbst wenn man hier aufrichtig für ein Kind dasein will und es sonst keiner tut kaum mehr Interesse dafür besteht.
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Zidane
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Beitrag von Zidane »

Was ich als wichtigstes Problem kennenlernen durfte und auch oft bei Anderen erfahren durfte, ist die eigene Bereitschaft!

Solange ich nicht bereit bin, mir wirklich meinen Problemen stellen zu wollen, finde ich ein Grund nach dem anderen dass mir eh keine Therapie helfen wird.

Erst wenn ich bereit bin, mir einen Problem zu stellen, kann ich gezielt nach einer Therapie suchen, was auch so laufen kann, dass ich verschieden Therapieformen und/oder Therapeuten teste.

Und auf den Punkt, dass die eh keine Ahnung hätten, konnte ich auch die Erfahrung machen, dass es erst auch nur möglich ist, wenn ich mit Ihnen rede!

Ich stelle nicht in Abrede, dass es zu Fehlern kommt, die ich auch erleben durfte! Wer aber vorrangig nach Fehlerfreiheit sucht, hat die beste Ausrede dafür, in seiner Rolle zu verharren und den Anderen die Schuld zu geben. Denn diese wird es nie geben, und es ist auch ein Symptom der Opferrolle.
"Wenn zwei Menschen immer dasselbe denken, ist einer von ihnen überflüssig!" - Winston Churchill (1874 - 1965)
"Man kann in Kinder nichts hineinprügeln, aber vieles herausstreicheln." - Astrid Lindgren (1907 - 2002)

:)

Nelson
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Beitrag von Nelson »

Buzz hat geschrieben:
So 4. Nov 2018, 00:48
Ahlers So ein kalter Fisch, genau so unmöglich wie sein Kollege Beier

Prinziepell hast du recht aber mir fehlt einfach die Zeit dafür.

Ich hab in Deutschland immer mehr das Gefühl das hier kein Platz mehr zum Leben für mich ist. Vor zehn-fünfzehn Jahren konnte man hier auch als Pädo noch gut leben. Aber seitdem hat sich viel verändert, man wird einfach mit SmK Pädos in einen Topf geworfen und ist damit Hauptfeind hinter den IS-Vögeln. Ich werd mich noch ein paar Jahre durchbeißen und arbeiten und dann weg gehen.
Fische und Vögel. Was für ein Tier wärst du, wenn du ein Tier wärst?

Das mit der Zeit klingt wie ein vorgeschobener Grund. Reflektiere das mal.

Ich erlebe die letzten Jahre positiv.
Deutschland hat mit KTW weltweit eine Vorreiterrolle eingenommen, Therapie so anzubieten ist die krasse Ausnahme. Wenns zu einem selbst nicht passt, muss man das differenziert sehen können.
Die Medien berichten seit 15 Jahren anders. Es gibt mit dem Internet viel mehr Möglichkeiten etwas für seine Neigung zu tun.

Falls du es irgendwo schon mal erwäht hast, was ist das für eine Mütze auf deinem Profilbild? Eine Kippa?
Disclamer: Alles was ich schreibe gilt in dem Moment in dem es abgesendet wurde. Es drückt meine Meinung für diesen Zeitpunkt aus. Sollte ich Tatsachen beschreiben, so sind diese Ausdruck meiner zu der Zeit gebildeten Meinung.
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