Offener Brief an jugendschutz.net und hass-im-netz.info

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Maximilian
Beiträge: 82
Registriert: Sa 16. Feb 2019, 02:13

Re: Offener Brief an jugendschutz.net und hass-im-netz.info

Beitrag von Maximilian » Di 19. Feb 2019, 15:55

Es sollte auf keinen Fall ein ad hominem sein, ich wollte nur ein Beispiel angeben, aus dem wirklich überzeugend folgt, dass es Pädophile gibt, die an einer Diskussion einfach objektiv gar nicht interessiert sind.

Für die von Dir genannte Gruppe, die echt davon überzeugt ist, dass SmK schädlich für Kinder ist, scheint es mir nicht ganz so offensichtlich, dass sie Diskussionen vermeiden möchte. Schließlich tendieren viele Menschen, die von irgendwas überzeugt sind, dazu, diese Überzeugungen weiter verbreiten zu wollen. (Was natürlich trotzdem kein Grund ist, sie hier zu erlauben, denn die, die das wollen, können ja immer noch dazu in andere Foren gehen.)

Dass es auch für diese Gruppe andere, wie die von Dir genannten, Gründe gibt, einfach keine Diskussionen darüber hier haben zu wollen, liegt mir auch fern zu bestreiten. Schon die heutige Diskussionskultur ist numal eine einzige Katastrophe, und das allein kann jeden Wunsch, sich an Diskussionen zu beteiligen, austreiben.

(Fragen, wieso man eigene Missbrauchserlebnisse als negativ erfahren hat, können übrigens auch den völlig nachvollziehbaren Grund haben, dass jemand das wirklich erfahren und verstehen will, was falsch gelaufen ist, um nicht selbst in seinen Beziehungen zu Kindern dieselben Folgen hervorzurufen. Gerade bei solchen intimen Frage kann ja etwas, was für den einen völlig unproblematisch ist, für einen anderen eine Katastrophe sein. Dass eine solche Kommunikation offenbar nicht funktioniert, ist eigentlich schade.)

Ghost_of_Zidane

Beitrag von Ghost_of_Zidane » Di 19. Feb 2019, 17:21

Caspar Ibichei hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 15:17
Erst wenn ich mir diese Liebe als Last auferlege weil mein ganzes Umfeld auch weiße Rosen mag, ...
Darin gebe ich Dir recht! Und sowas darf nicht passieren. Wenn ich sagen kann, dass ich rote Rosen mag, und du sagen kannst, dass du weiße Rosen magst, fühlt sich auch keiner verletzt.

Aber wie schnell passiert es, dass ich sage, "Iihh, wer mag schon weiße Rosen?" und was oft damit einher geht, dass ich nicht sagen kann, warum es so ist, aber auch gleichzeitig eine Aburteilung stattfindet. Auch wenn es Dich nicht betrifft, habe ich oft die Erfahrung dahingehend gemacht, weswegen ich für mich auch gerade in Hinsicht auf die Arbeit mit Kindern es mir wichtig ist, die meisten Einstellungen zu hinterfragen, was dann mit Begründungen endet.
Maximilian hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 08:39
Nun, diese Vergleiche hast Du selbst in die Diskussion hier hineingetragen, ...
Nein nicht den Vergleich, sondern Ausdrücke, die als Diffamierungen in anderen Foren genutzt werden! Der Vergleich zwischen Sekten und Foren kam dann von Dir.
Maximilian hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 08:39
Muss ich denn Demokrat sein? Ich wüsste nicht, warum.
Jetzt wird Deine Einstellung zur Meinungsfreiheit interessant! Nein, kein Forum ist wirklich demokratisch, da ich kein Recht habe meine Meinung zu äußern, sondern auf die Gnade der Forenbetreiber angewiesen bin. Aber die Frage ging dahin, ob ein Forum sich ein demokratischen Anstrich gibt, es aber zulässt, nur eine Meinung letztendlich durchgehen zu lassen, weil andere Meinungen niedergeschrieben werden! Und solche "Möchtegern-Demokratie"-Foren halte ich für eine Meinungsfreiheit unangebracht und verlogen.

Aber eine Demokratie muss auch nicht rassistische, menschenverachtende, intolerante und illegale Meinungen zulassen. Es sollte das Recht einer demokratischen Gesellschaft sein, solche "Meinungen" zu bekämpfen, da sie von vornherein gegen Menschen gerichtet sind!
Maximilian hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 08:39
... was sich aus den Traditionen des Forums, dem Umgangston, und einigen besonders engagierten Nutzern ergibt, nunja, das ist auch unvermeidlich und natürlich.
Darin gebe ich Dir recht. Leider vergisst man es oft allzu schnell, wenn einem ein Gehirnkringel im Kopf quer liegt.
Maximilian hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 08:39
Woher sollte aber ein Pädophiler ohne jeden Kontakt zu pädophilen Foren sie kennen?
Sehr viele lesen erst einmal oft nur mit, was sie oft auch bestätigen, wenn sie ihren ersten Post absetzen.

Ich selber hatte in den 80ern eigene Kontakte zu Aktivistengruppen, deren Ideologie ich erlegen war, was leider nicht ohne Folgen blieb. Dann aber lies ich doch hin und wieder in verschiedenen Foren mit ohne mich anzumelden. War mir zu gefährlich, und ich las zu viel vom Zulassen des SmK. Erst der GSA eröffnete mir die Möglichkeit, mich mit Pädophilen auszutauschen, die, wie ich, den SmK nicht gutheißen.

Das machte mir Mut um auch andere Foren auch von "innen" kennen zu lernen, und es bringt mich nicht weiter. Aber ein schlimmer Punkt dort, ist eben die Nichtakzeptanz einiger User zur Ablehnung des SmK, obwohl es nicht gegen die Regeln verstößt. Wenn ein Forum sich Regeln auferlegt, sollte sie diese transparent und gerecht anwenden!

Ich glaube es ist alles gesagt, und es würde eh nur ellenlang ergebnislos weitergehen!

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Caspar Ibichei
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Beitrag von Caspar Ibichei » Di 19. Feb 2019, 21:41

Ghost_of_Zidane hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 17:21
... gerade in Hinsicht auf die Arbeit mit Kindern es mir wichtig ist, die meisten Einstellungen zu hinterfragen, was dann mit Begründungen endet.
Ich kann das im Moment nicht wirklich nachvollziehen.
Für die Kinder selbst sind doch weniger die exakten Worte wichtig sondern eher der Inhalt dieser Worte. Und da kommt doch wieder ins Spiel, was du beim Hören dieser Worte empfindest. Welchen Sinn du diesen Worten gibst.

Gerade mit deiner Interpretation dieser Worte vermittelst du den Kindern dann doch auch wie unsinnig ein allgemeines "Iihh" ist. Da hilft den Kindern doch die Übersetzung von einer logischen Erklärung in eine verständliche emotionale Ebene viel mehr.
Die Kinder sollen doch nicht nur hören sondern verstehen. Sie sollen nicht Worte auswendig lernen und nachplappern sondern verstehen was der "Iihh"-Sager eventuell damit ausdrücken wollte.

Ich habe bei Kindern die Erfahrung gemacht (obwohl ich nicht als Lehrer gearbeitet hatte, hatte ich im Werkunterricht oder bei der Radfahrausbildung mitgewirkt) dass ihnen weniger wichtig ist zu wissen wie eine Bremse oder ein Reifenventil funktioniert (das konnte ich detailgenau logisch erklären,) sondern was für Folgen das Versagen von Bremse oder Ventil haben könnten und wie man sich dann vor bösen Überraschungen schützt. (Notfalls, bei Unsicherheit, lieber absteigen und schieben.)

Die Logik sehe ich manches Mal wie das Stahlskelett eines Hochhauses. Sie ist wichtig für die Stabilität meines Gedankengebäudes. Doch das Gefühl, das Mauerwerk, Tapeten und Farben, machen die Wohnlichkeit in diesem Haus aus.
Ich möchte nicht sagen entweder - oder. Erst Beides zusammen machen das Haus wohnlich bewohnbar und das Leben lebendig und lebenswert.

Hm, ja, ich entferne mich aus dem Topicbereich. Habe dich eventuell auch gründlich missverstanden. Machen wir woanders weiter. :)
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Ghost_of_Zidane

Beitrag von Ghost_of_Zidane » Di 19. Feb 2019, 23:07

Ich glaube, dass wir garnicht soweit auseinander liegen, sondern es nur etwas anders bezeichnen. Das was Du bei den Kindern beschreibst, kenne ich natürlich auch so. Aber dazu muss ich mir meiner Einstellung bewusst sein. Wie würde es aussehen, wenn ich auf die Frage nach der Bremswirkung sagen würde "Vom Gefühl her könnte es nicht passend sein!". So aber konntest Du auf die Fragen eingehen. Darum geht es letztendlich. :D

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LeGo
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Beitrag von LeGo » Di 19. Feb 2019, 23:43

(Ich mach mal den Aiko:)

Ich stimme Maximilian voll und ganz zu in seiner Argumentation.
Mehr Mädchen!
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Sirius [abgemeldet]
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Beitrag von Sirius [abgemeldet] » Mi 20. Feb 2019, 00:56

Maximilian hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 15:55
Es sollte auf keinen Fall ein ad hominem sein, ich wollte nur ein Beispiel angeben, aus dem wirklich überzeugend folgt, dass es Pädophile gibt, die an einer Diskussion einfach objektiv gar nicht interessiert sind.
Das hast du nicht geschrieben. Dein Beitrag sagte aus, dass GSA für Menschen ist die sich dem Verbot "beugen" um "von der Gesellschaft trotz Pädophilie auch nur einigermaßen akzeptiert zu werden". Anders gesagt, für Menschen die bereit sind für ein bisschen Akzeptanz ihre Prinzipien zu verraten oder erst gar keine Prinzipien haben.
Maximilian hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 15:55
Für die von Dir genannte Gruppe, die echt davon überzeugt ist, dass SmK schädlich für Kinder ist, scheint es mir nicht ganz so offensichtlich, dass sie Diskussionen vermeiden möchte. Schließlich tendieren viele Menschen, die von irgendwas überzeugt sind, dazu, diese Überzeugungen weiter verbreiten zu wollen.
Ich kann nur für mich sprechen, aber mir sind diese Diskussionen schon lange leid. Ich habe oft genug darüber gestritten ohne dass je etwas konstruktives dabei rum gekommen wäre, es führt in der Regel nur endlos ins nichts da natürlich niemand bereit ist seine Position aufzugeben.

Nur weil jemand von einer Ansicht überzeugt ist heißt das noch lange nicht dass der auch Interesse daran hat sich in nervenaufreibende Diskussionen mit Menschen, die eh nicht überzeugt werden können aufzureiben. Und das erst recht nicht in einem Selbsthilfekontext.
Maximilian hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 15:55
(Fragen, wieso man eigene Missbrauchserlebnisse als negativ erfahren hat, können übrigens auch den völlig nachvollziehbaren Grund haben, dass jemand das wirklich erfahren und verstehen will, was falsch gelaufen ist, um nicht selbst in seinen Beziehungen zu Kindern dieselben Folgen hervorzurufen.)
Es ist schon ein wesentlicher Unterschied ob jemand erfahren möchte wie es einem Anderen in einer Situation ergangen ist, oder ob dieser jemand dem Anderen diktieren möchte wie er sich zu fühlen hat. Letzteres liest man von Einvernehmlern öfter ("die Gesellschaft hat dir doch nur eingeredet dass du das heute negativ siehst" und dergleichen).

Ghost_of_Zidane

Beitrag von Ghost_of_Zidane » Mi 20. Feb 2019, 03:02

LeGo hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 23:43
Ich stimme Maximilian voll und ganz zu in seiner Argumentation.
:shock: Bisher las ich Intelligentes von Dir ...

Aiko
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Beitrag von Aiko » Mi 20. Feb 2019, 06:08

"Ich habe oft genug darüber gestritten ohne dass je etwas konstruktives dabei rum gekommen wäre, es führt in der Regel nur endlos ins nichts da natürlich niemand bereit ist seine Position aufzugeben."

Hier dachte ich noch: gut, er macht das neutral. brauch nicht meckern.

Aber dann:

"Nur weil jemand von einer Ansicht überzeugt ist heißt das noch lange nicht dass der auch Interesse daran hat sich in nervenaufreibende Diskussionen mit Menschen, die eh nicht überzeugt werden können aufzureiben."

verlässt du den Weg und gibst wieder Spielraum zum Meckern. Junge junge.

Aiko
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Registriert: Mi 3. Mai 2017, 15:37

Beitrag von Aiko » Mi 20. Feb 2019, 06:18

"Letzteres liest man von Einvernehmlern öfter ("die Gesellschaft hat dir doch nur eingeredet dass du das heute negativ siehst" und dergleichen)."

Auch wenn du das für deine Interessen und Wertung entsprechend plump formuliert hast (Mr eloquent), ist dies einer der vielen Möglichkeiten.

Ghost_of_Zidane

Beitrag von Ghost_of_Zidane » Mi 20. Feb 2019, 08:02

LeGo hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 23:43
Ich stimme Maximilian voll und ganz zu ...
Welches Bild möchtest Du hier von Dir vermitteln? Das es in Ordnung sei Rassisten (und Ähnlichem) eine offene Bühne für ihren menschenverachtenden Aussagen zu geben? Wer darf sich dann noch auslassen und seinen Mist Deiner Meinung nach noch verbreiten?

Möchtest Du tatsächlich aufzeigen, dass Dir ein demokratischer Umgang egal ist, weil Du eine Meinung durchsetzen willst, die anderen auch beleidigen und verletzen kann?

Wenn Du einige Aspekte gut findest, mag ich gerne mitgehen, weil sogar Rassisten die eine oder andere gute Idee haben. Aber im Ganzen es zu akzeptieren? Sehr fragwürdig!

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